Die Verstörung wirkt noch nach, aber moralische Empörung erweist sich als hilflose Reaktion. Gleich zweimal haben am vergangenen Sonnabend sogenannte propalästinensische Aktivisten das Projekt der kubanischen Künstlerin Tania Bruguera im Hamburger Bahnhof gestört, die dort eine 100-stündige Lesung eines Textes von Hannah Arendt anberaumt hatte – als Zeichen gegen totalitäre Gewalt, aber auch als Hinweis auf die Kraft der Argumente und Worte.
Kunst und Politik
Protestwelle: Welche politischen Stürme der Berlinale jetzt drohen
Nach der Störung einer Kunstaktion im Hamburger Bahnhof drohen auch zur Berlinale Angriffe auf die Kunstfreiheit. Dem entkommt man nicht durch Dafür- und Dagegensein.
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Berlinale-Plakate am Potsdamer Platz
© Maurizio Gambarini/Funke Foto Services/Imago