„Ich hätte auch gerne so coole Dino-Tattoos“, sagt der Sicherheitsmann vor dem Eingang des Neuköllner Columbiabads zu einem Kind. In seiner linken Hand hält er ein Funkgerät, auf seinem weißen Poloshirt steht „GSO Security“. Das Kind streckt die Arme nach vorne, dreht sie langsam, um alle Klebe-Tattoos zu betrachten. Es wirkt stolz.
Die Eltern des Kindes knien auf dem Bürgersteig, kramen in ihren Rucksäcken – dem Sicherheitsmitarbeiter muss ein Ausweisdokument beim Einlass vorgezeigt werden. „Warum?“, fragt das Kind, als die Familie die Drehkreuze passiert. „Ja, na ja“, antwortet der Vater, „weil hier so oft Straftaten begangen werden.“ Doch ist dem tatsächlich noch so? Ist die Situation vergleichbar mit früher, wo Schlägereien im Hochsommer regelmäßig für Aufsehen sorgten?
Sommerbad
Berliner Freibäder: Schrecken hohe Sicherheitsmaßnahmen Badegäste ab?
Ausweiskontrolle, Online-Tickets und Videoüberwachung: In Berlins Freibädern weht inzwischen ein anderer Wind. Aber schreckt das Konzept die „Richtigen“ ab?
Laurenz Cushion
5 Min
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Ein Polizeieinsatz im Berliner Sommerbad am Insulaner, zwei Männer sollen Hausverbot erhalten haben.
© Marion Van Der Kraats/dpa