Kriminalität

Berliner Krankenpfleger soll 137.000 Euro von Corona-Patienten erbeutet haben – Anklage

In einem Berliner Krankenhaus stiehlt ein Pfleger die Debitkarten von einem Dutzend Corona-Patienten. Damit soll er mehr als Hunderttausend Euro abgehoben haben.

Jule Damaske Team News
2 Min
Der angeklagte Krankenpfleger wurde von einer Zeitarbeitsfirma an das Krankenhaus in Steglitz-Zehlendorf vermittelt.

Der angeklagte Krankenpfleger wurde von einer Zeitarbeitsfirma an das Krankenhaus in Steglitz-Zehlendorf vermittelt.

© Marijan Murat/dpa

Ein Krankenpfleger soll in einem Krankenhaus in Steglitz-Zehlendorf mit den gestohlenen Debitkarten von Corona-Intensivpatienten Geld abgehoben und so insgesamt 137.000 Euro erbeutet haben. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen den inzwischen 45-Jährigen nun wegen zwölf Fällen von Diebstahl und 129 Fällen von gewerbsmäßigen Computerbetrug Anklage beim Amtsgericht Tiergarten erhoben, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.

Der Pfleger, der über eine Zeitarbeitsfirma an das Krankenhaus vermittelt worden war, soll zwischen Mai 2020 und Februar 2021 die Debitkarten aus den Krankenzimmern oder mit entwendeten Schlüsseln aus den Wohnungen der Patienten gestohlen haben. Mit den Karten soll er dann zahlreiche Abhebungen an Automaten vorgenommen haben.

Außerdem soll er Geld von Konten mancher Patienten auf das anderer Patienten überwiesen haben, um dann von dort Geld abzuheben. Mittlerweile sind den Angaben zufolge die meisten der zwölf betroffenen Patienten gestorben.

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