Insolvenz

Berliner Lastenrad-Vermieter Avocargo ist pleite

Das Berliner Start-up bot die Nutzung von Lastenrädern per App an. Doch dann sprangen Investoren ab. Der Betrieb wird nun eingestellt.

Team News Sophie Barkey sba
2 Min
Matti Schurr, CEO und Co-Founder von Avocargo, sitzt auf einem Lastenfahrrad seiner Firma.

Matti Schurr, CEO und Co-Founder von Avocargo, sitzt auf einem Lastenfahrrad seiner Firma.

© Fabian Sommer/dpa

Ein Lastenrad spontan buchen und schwere Ware einfach nach Hause radeln: Das geht in der Hauptstadt mit den E-Bikes von Avocargo nun nicht mehr. Der Berliner Lastenrad-Vermieter ist insolvent. Wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilt, stellt es seinen Betrieb in München und in Berlin ein. Laut dem Branchenmagazin Gründerszene sei die Suche nach einem Käufer der Avo Mobility GmbH erfolglos gelaufen.

Das Unternehmen Avocargo war vor genau zwei Jahren voller Hoffnung im Gleim- und Helmholtzkiez in Prenzlauer Berg gestartet. Wie die Berliner Zeitung berichtete, brachten zwei Finanzierungsrunden dem Start-up „mehrere Millionen Euro“, mit denen die Lastenrad-Flotte bald auf 200 aufgerüstet werden konnte.

Avocargo pleite: Der Insolvenzverwalter glaubt an Fortführung

Im vergangenen Jahr sollten dann wenigstens 1000 weitere E-Cargobikes auf die Straßen Berlins gebracht werden. Doch dazu kam es nicht mehr. Investoren waren abgesprungen. Zu Jahresbeginn mussten die Avocargo-Gründer Insolvenz anmelden. Der Insolvenzverwalter bewertet das Geschäftsmodell jedoch weiterhin als interessant und glaubt an eine Fortführung.

Ähnlich wie E-Roller oder Sharing-Autos standen die Lastenräder von Avocargo frei im Stadtgebiet und konnten über eine App gebucht werden. Zudem vermietete Avocargo die Räder im Monatsabo an seine Kundinnen und Kunden.

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