Ein Lastenrad spontan buchen und schwere Ware einfach nach Hause radeln: Das geht in der Hauptstadt mit den E-Bikes von Avocargo nun nicht mehr. Der Berliner Lastenrad-Vermieter ist insolvent. Wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilt, stellt es seinen Betrieb in München und in Berlin ein. Laut dem Branchenmagazin Gründerszene sei die Suche nach einem Käufer der Avo Mobility GmbH erfolglos gelaufen.
Das Unternehmen Avocargo war vor genau zwei Jahren voller Hoffnung im Gleim- und Helmholtzkiez in Prenzlauer Berg gestartet. Wie die Berliner Zeitung berichtete, brachten zwei Finanzierungsrunden dem Start-up „mehrere Millionen Euro“, mit denen die Lastenrad-Flotte bald auf 200 aufgerüstet werden konnte.
Ersatzverkehr: Lastenrad-Vermieter verdreifacht seine Flotte in Berlin
Avocargo pleite: Der Insolvenzverwalter glaubt an Fortführung
Im vergangenen Jahr sollten dann wenigstens 1000 weitere E-Cargobikes auf die Straßen Berlins gebracht werden. Doch dazu kam es nicht mehr. Investoren waren abgesprungen. Zu Jahresbeginn mussten die Avocargo-Gründer Insolvenz anmelden. Der Insolvenzverwalter bewertet das Geschäftsmodell jedoch weiterhin als interessant und glaubt an eine Fortführung.
Ähnlich wie E-Roller oder Sharing-Autos standen die Lastenräder von Avocargo frei im Stadtgebiet und konnten über eine App gebucht werden. Zudem vermietete Avocargo die Räder im Monatsabo an seine Kundinnen und Kunden.
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