Berliner Manifest

Schwule und Lesben gegen Rechtspopulisten

Zahlreiche Prominente warnen in einem Aufruf vor AfD und NPD.

BLZ
2 Min
Eine übergroße Regenbogenfahne beim alternativen Kreuzberger Christopher Street Day (CSD) am 25.06.2016.

Eine übergroße Regenbogenfahne beim alternativen Kreuzberger Christopher Street Day (CSD) am 25.06.2016.

© dpa

Zahlreiche Prominente haben in einem Aufruf davor gewarnt, dass sich Schwule und Lesben von Rechtspopulisten vereinnahmen lassen. Zu den Unterstützern des „Berliner Manifests“ gehören nach Angaben der Organisatoren der Comedian Thomas Hermanns, Schauspielerin Maren Kroymann, Opern-Intendant Barrie Kosky und der Comiczeichner Ralf König.

Aus der Politik stehen Volker Beck (Grüne) und Johannes Kahrs (SPD) auf der Liste. Die AfD hatte in Berlin vor kurzem auf einem Wahlplakat Stimmung gegen Muslime gemacht - mit einem Männerpaar.

Lesben, Schwule, Bi-, Inter- und Transsexuelle könnten den Kampf um ihre Gleichberechtigung nur gemeinsam gewinnen, heißt es in der Mitteilung. Diese sollten bei den anstehenden Wahlen für keine Parteien stimmen, deren Programme gegen eine vielfältige und offene Gesellschaft seien.

Das Manifest plädiert auch für das Ende von Diskriminierung: „Zur Anerkennung gehört als ein zentraler Baustein die rechtliche Gleichstellung: Lesben und Schwule müssen heiraten und Kinder adoptieren dürfen.“ Die Initiatoren des Aufrufs sind Wissenschaftler und Journalisten.

Das Berliner Manifest soll ab Donnerstag, dem 1. September um 10 Uhr freigeschaltet werden: www.berliner-manifest.de. (dpa)

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema