Ein Plakat in Berlin-Mitte sorgt für Aufsehen: Es zeigt den kürzlich in Washington erschossenen Deutsch-Israeli Yaron Lischinsky – über seinem Gesicht prangt ein rotes Dreieck, ein Symbol der Terrororganisation Hamas. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts hat jetzt Ermittlungen aufgenommen.
Wie die Berliner Polizei mitteilte, steht der Verdacht der Billigung von Straftaten sowie der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen im Raum. Auslöser der Ermittlungen waren Hinweise auf zwei Plakate in der Nähe der Humboldt-Universität, die zuvor in sozialen Netzwerken aufgetaucht waren. Eines davon wurde in der Planckstraße sichergestellt, ein weiteres, das in der Geschwister-Scholl-Straße gemeldet worden war, blieb unauffindbar.
Mitten in Berlin: Plakat in Nähe der Humboldt-Universität verherrlicht Ermordung von Deutsch-Israeli
Das sichergestellte Plakat zeigt den Schriftzug „Make Zionists Afraid“ (Lass Zionisten Angst empfinden). Darunter ist ein Porträt von Yaron Lischinsky zu sehen, der lächelnd in die Kamera blickt. Sein Gesicht ist mit einem roten Hamas-Dreieck überlagert – einem Symbol, das die Terrororganisation nutzt, um vermeintliche Feindziele zu markieren. Unter dem Bild stehen Geburts- und Todesjahr Lischinskys, begleitet von einem weiteren roten Hamas-Dreieck.
Yaron Lischinsky und seine Partnerin Sarah Milgrim waren am Mittwoch nach dem Besuch einer Veranstaltung des Jüdischen Museums in Washington erschossen worden. Beide arbeiteten für die israelische Botschaft. Laut Polizei näherte sich der Täter einer Vierergruppe und eröffnete das Feuer auf die beiden. Der 30-jährige Angreifer aus Chicago wurde festgenommen; er soll nach der Tat den propalästinensischen Slogan „Free, free Palestine“ gerufen haben.
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