Schießereien

Berliner Polizei bald ohne Schutz? Tausende Schusswesten werden aussortiert

Die Westen sollen gegen Gewehr-Geschosse schützen. Doch die Keramikplatten darin bröckeln. Weitere Schutzwesten könnten aus dem Verkehr gezogen werden.

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Ein Polizist am Tatort einer nächtlichen Schießerei mit mehreren Verletzten in Kreuzberg.

Ein Polizist am Tatort einer nächtlichen Schießerei mit mehreren Verletzten in Kreuzberg.

© Jürgen Held/imago

In Zeiten von Terrorgefahr und immer mehr Schießereien auf offener Straße ist das besonders brisant: Berlins Polizei muss Tausende Schutzwesten aussortieren. Denn es besteht die Gefahr, dass Geschosse die Westen durchschlagen.

Um ihren Oberkörper vor Projektilen aus Gewehren oder Sturmgewehren wie der Kalaschnikow zu schützen, tragen die Beamten bei besonders gefährlichen Einsätzen Schutzwesten, in die Keramikplatten geschoben werden. Doch diese bröseln offenbar.

Betroffen sind die sogenannten hartballistischen Einschubplatten vom Typ VPAM 9 des Herstellers Rheinmetall aus dem Jahr 2017. In jenem Jahr waren vor dem Hintergrund terroristischer Anschlagsszenarien etwa 5250 Platten angeschafft worden (Stückpreis aktuell: 275,90 Euro). Somit kann mehr als die Hälfte aller hartballistischen Einschubplatten vorerst nicht mehr verwendet werden.

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