Ein paar Restarbeiten stehen bis Anfang November noch an. Doch das Wesentliche ist geschafft. Die Autobahn A 10, besser bekannt als Berliner Ring, hat jetzt auch auf Pankower Gebiet drei Fahrstreifen pro Richtung. Vor sechs Jahren begannen die Vorbereitungen für den sechsspurigen Ausbau. Am Mittwoch wurde der 5,4 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Dreiecken Pankow und Barnim freigegeben.
Bei Nieselregen durchschnitten Dorothee Bär, parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Berlins Staatssekretär Christian Gaebler und Pankows Bezirksbürgermeister Matthias Köhne ein schwarz-rot-goldenes Band. Nun haben die Autofahrer im Nordosten Berlins wieder freie Fahrt auf der A 10. Nachdem die südliche Fahrbahn schon im vergangenen Jahr fertig geworden war, folgte jetzt die nördliche. In den nächsten Wochen werden die letzten Elemente der Baustellen-Verkehrsführung abgebaut und die Markierung angepasst, und dann ist endgültig alles schick.
7,5 Meter hohe Lärmschutzwände
Anfangs sollten die Bauarbeiten Anfang 2015 enden. Trotzdem hieß es am Mittwoch, dass sie „im Zeit- und Kostenrahmen fertig gestellt wurden“. Die Kosten betragen 64 Millionen Euro. Das Pensum war groß. 2009 wurde damit begonnen, Brücken neu zu bauen – unter anderem die Überführungen der Hobrechtsfelder Chaussee und der Heidekrautbahn. 2013 begann der Ausbau. Dabei musste die aus dem Jahr 1974 stammende Trasse abgetragen und neu gebaut werden. Neu sind die bis zu 7,50 Meter hohen Lärmschutzwände, die diesen Abschnitt jetzt auf 1,7 Kilometern begleiten. „Die A 10 ist eine der wichtigsten überregionalen Verkehrsverbindungen für Berlin und Brandenburg“, so Gaebler. „Deshalb war es uns besonders wichtig, den sechsstreifigen Ausbau schnell und bei fließendem Verkehr zu realisieren.“
Für die vielen Nutzer der A 10 sind die Beeinträchtigungen aber noch nicht zu Ende, denn weitere Abschnitte des Berliner Rings werden ebenfalls ausgebaut. Dazu zählt auch die 61 Kilometer lange Strecke zwischen dem Dreieck Pankow und Neuruppin (A 10/ A 24). Von 2017 an wird auch auf dem Zubringer zum Dreieck Pankow, der A 114, gearbeitet. Er wird komplett neu gebaut.
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