Berliner SPD

Raed Saleh abgewählt: Der mächtigste Mann der Berliner SPD wackelt – und die Partei mit ihm

Nach Salehs Niederlage bei der Vorstandswahl richtet sich der Blick auf die Fraktion. Dort zeichnet sich eine Doppelspitze ab – mit Saleh oder ohne ihn. Die Folgen wären unabsehbar.

6 Min
Raed Saleh. Bei der Mitgliederbefragung der SPD Berlin kam der SPD-Fraktionschef mit Luise Lehmann nur auf den dritten Platz. 

Raed Saleh. Bei der Mitgliederbefragung der SPD Berlin kam der SPD-Fraktionschef mit Luise Lehmann nur auf den dritten Platz. 

© Fabian Sommer/dpa

Am Ende war am Sonnabend alles geboten: Überraschung, Drama, Götterdämmerung. Nüchtern betrachtet ist Folgendes passiert: Am ersten Wahlgang im Rennen um den künftigen Vorsitz der Berliner SPD haben sich 8574 der 18020 stimmberechtigten Parteimitglieder beteiligt: Das sind 47,6 Prozent.

Den größten Stimmenanteil vereinigte das Duo Martin Hikel/Nicola Böcker-Giannini auf sich. Auf den Neuköllner Bürgermeister und die ehemalige Sport-Staatssekretärin entfielen 4034 Stimmen, das waren 48,2 Prozent. Auf Platz 2 landeten der Vize-Landesvorsitzende Kian Niroomand und die Chefin der SPD-Frauen, Jana Bertels. Für sie stimmten 36,1 Prozent. Das Drama spielte sich auf dem letzten Platz ab: Für den Partei-und Fraktionschef Raed Saleh und die Marzahner Kommunalpolitikerin Luise Lehmann votierten 1309 Sozialdemokraten. Das waren 15,65 Prozent. Damit sind sie raus.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*