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Silvester

BSR und Umweltverband: Mehr Silvestermüll und Feinstaubbelastung als im Vorjahr

Die BSR und die Deutsche Umwelthilfe haben eine Bilanz zu Silvester gezogen: Der Silvestermüll könnte zehn 25-Meter-Schwimmbecken füllen und schadet Mensch und Tier.

Team News Katharina Thümler epd/BLZ
2 Min
BSR: In Berlin wurde über Silvester mehr Müll produziert als im Vorjahr.

BSR: In Berlin wurde über Silvester mehr Müll produziert als im Vorjahr.

© Stefan Zeitz/imago

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben jeweils eine erste Bilanz nach Silvester aufgestellt. Demnach wurde in diesem Jahr mehr Müll produziert und eine stark ansteigende Feinstaubbelastung gemessen. Die BSR sammelte nach eigenen Angaben 100 Kubikmetern mehr Müll ein als im vergangenen Jahr. 

Insgesamt seien im Rahmen der Neujahrsreinigung etwa 620 Kubikmeter Müll in der Hauptstadt aufgesammelt worden, teilte die BSR am Dienstag über die Plattform X mit. Das entspricht umgerechnet mehr als zehn 25-Meter-Schwimmbecken – gefüllt mit Böllern und Raketenresten, Glas und Verpackungen. 

Umwelthilfe: 150 Prozent mehr Feinstaubbelastung als im Vorjahr

Auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kommt zu einem „verheerenden“ Ergebnis. Es betreffe alle Bereiche, von teils schwer verletzten Menschen über den erneuten gezielten Beschuss anderer Menschen mit Pyrotechnik bis hin zu neuen dramatischen Höchstwerten bei gesundheitsschädlichen Luftschadstoffen, erklärte der Umwelt- und Verbraucherschutzverband am Montag in Berlin. Die krankmachende Feinstaubbelastung sei in Deutschland durch Pyrotechnik wieder in die Höhe geschnellt, hieß es.

So hätten die Stundenwerte an der Messstelle Frankfurter Allee in Berlin in der Silvesternacht mit fast 800 Mikrogramm pro Kubikmeter um mehr als 150 Prozent über denen vor einem Jahr gelegen, hieß es. Verglichen mit dem letzten Corona-Jahr mit einem Böllerverbot seien sie sogar um 700 Prozent gestiegen. Auch die Belastungen für die Umwelt durch den mit Rückständen verunreinigten Müll seien enorm. Silvester sei außerdem „eine Nacht des Schreckens für Millionen Tiere, die durch die Knallerei in Panik versetzt wurden“.

DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch forderte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) deshalb auf, ein Böllerverbot zu verhängen. Der Verkauf und die Benutzung von Pyrotechnik durch Privatpersonen zu Silvester müsse wie bereits im gesamten Rest des Jahres verboten werden, betonte er: „Wir brauchen ein Böllerverbot, damit künftig alle Menschen und Tiere ein gutes und gesundes neues Jahr erleben können anstatt Schmerzen und Verlust.“ Der Umweltverband rief zugleich dazu auf, sich einem offenen Brief für ein Böllerverbot anzuschließen.

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