Der Online-Modehändler Zalando hat angekündigt, in Berlin 180 Stellen abzubauen. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) mitteilte, löst das Berliner Unternehmen den Bereich „Zalando Lounge Content Solutions“ auf und lagert die Produktion an externe Partner aus.
Die Schließung beginnt am 1. Juli und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Am Dienstag sei die Belegschaft darüber informiert worden, so das Unternehmen.
Zalando schließt Standort in Ostdeutschland
Bei den „Lounge Content Solutions“ handelt es sich um einen Service für Marken und Händler im Zalando-Partnerprogramm. Dort wurden bislang unter anderem Produktbilder für das Online-Angebot produziert. Die Website ist mittlerweile nicht mehr unter der Rubrik „Zalando Partner“ zu finden. Nicht betroffen ist die Plattform „Lounge by Zalando“, die als eigenständiges Angebot weiterläuft.
Ostdeutsche Wirtschaft: Zalando schließt Standort Erfurt mit 2700 Beschäftigten
Neues Geschäftsmodell für Deutschland gesucht: Die Lösung liegt in Ostdeutschland
Die Entscheidung hat laut Zalando finanzielle Gründe. Externe Dienstleister seien flexibler und günstiger und könnten in größerem Umfang Content produzieren als die interne Einheit. Zugleich habe sich der Anspruch der Kundschaft an hochwertige Inhalte erhöht.
Anfang Januar wurde bekannt, dass Zalando sein Logistikzentrum in Erfurt mit 2700 Beschäftigten schließt. Das Logistikzentrum in Erfurt gehört zu den größeren Standorten des Konzerns in Deutschland und ist ein zentraler Arbeitgeber in der Region. Zum 30. September wird das Zentrum geschlossen. Der Standort existierte seit 2012. Doch mittlerweile wurde er von moderneren Standorten überholt. Beispielsweise in Rotterdam, Amsterdam oder künftig Gießen. Eine Modernisierung in Erfurt sei allerdings „wirtschaftlich nicht sinnvoll“ gewesen, wie es heißt.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de