ESC-Vorentscheid

Berlinerin Ivy Quainoo will für Deutschland im Finale singen

Donnerstag entscheidet sich, wer nach Lissabon fährt.

Tilo Bürger
3 Min
Berlins große Hoffnung: Ivy Quainoo, die Gewinnerin der ersten Staffel "The Voice of Germany". 

Berlins große Hoffnung: Ivy Quainoo, die Gewinnerin der ersten Staffel "The Voice of Germany". 

© dpa

Als Lokalmatadorin geht Ivy Quainoo mit ihrem Song „House on Fire“ in der Hauptstadt ins Rennen. Die 25-Jährige, die vor sechs Jahren die erste Staffel von „The Voice of Germany“ gewann, ist extra für den Vorentscheid aus New York wieder in ihre Geburtsstadt gezogen.

Fünf Einzelkünstler und eine Band wollen für Deutschland nach Lissabon 

Die Konkurrenz ist zwar nicht groß, allerdings sehr hart, denn Quainoo muss sich unter anderem mit der im georgischen Tiflis geborenen aktuellen „The Voice“-Gewinnerin Natia Todua messen. Für die 21-Jährige sei die Teilnahme eine Möglichkeit, sich für die Unterstützung zu bedanken, die sie Deutschland bekommen habe, wohin sie als Au-Pair-Mädchen gekommen war, bevor sie erfolgreiche Sängerin („My Own Way“) wurde.

Natia Todua hat gerade erst "The Voice of Germany" gewonnen.

Natia Todua hat gerade erst "The Voice of Germany" gewonnen.

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Als „Song meines Lebens“ bezeichnete der 27-Jährige Michael Schulte aus Buxtehude sein Lied „You Let Me Walk Alone“. Die Piano-Ballade handelt von seinem verstorbenen Vater.

Singer-Songwriter Xavier Darcy (22) aus München sieht seine französischen und englischen Wurzeln als Trumpfkarte. Er fühle sich wirklich als Europäer, sagte der Sänger von „Jonah“.

Die Mitglieder der Volksmusik-Band voXXclub setzten naturgemäß auf Mundart, ihr Song heißt „I mog Di so“. Es könnte vielleicht ein Vorteil sein, dass man auf Bayerisch singe, mutmaßte die Gruppe. Regionale Traditionen gehörten zum ESC schließlich dazu.

Komplettiert wird das Teilnehmerfeld vom „studierten Popmusiker“ Ryk. Der 28-Jährige tritt mit dem Stück „You and I“ an, das leise beginnt und sich zu einem kraftvollen Finale steigert.

Deutsche hoffen darauf, nicht wieder das Gesicht zu verlieren

Die Fans hierzulande hoffen, dass die Deutschen in diesem Jahr endlich wieder einmal mehr herausholen als in der jüngsten Vergangenheit, die man getrost als Desaster in Folge für die deutschen Teilnehmer bezeichnen kann.

Im vergangenen Jahr hatte Deutschland mit Levina („Perfect Life“) zumindest einen vorletzten Platz belegt. Traurig genug, dass das fast schon ein kleiner Erfolg gelten musste - in den beiden Jahren davor war es mit dem letzten Platz noch trostloser.

Die Zeiten, in denen deutsche Teilnehmer beim ESC geglänzt haben, wie mit dem ersten Platz für „Satellite“ von Lena Meyer-Landrut 2010, liegen schon etwas zurück.

Nach dem ernüchternden Abschneiden im vergangenen Mai hatte die ARD einen radikalen Neuanfang angekündigt. Eine wichtige Neuerung: Eine Eurovision-Jury aus 100 ESC-Kennern hat diesmal eine Vorauswahl getroffen, 20 potenzielle Kandidaten wurden im Januar zu einem Workshop eingeladen.

Auch die Mundartsänger voxxClub wollen nach Lissabon. 

Auch die Mundartsänger voxxClub wollen nach Lissabon. 

© dpa

Dann mussten die Eurovision-Jury und eine internationale Jury aus 20 Personen, die in den vergangenen Jahren in ihren Heimatländern Mitglieder der nationalen Jury waren, nochmal aussieben, bis feststand, wer beim deutschen Vorentscheid „Unser Lied für Lissabon“ dabei ist. 

Gegen 22 Uhr wissen wir, wer nach Lissabon fährt. (tib)

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