2. Bundesliga

Bernsteins Sorgen um die Hertha: Mehr Ärzte am Bett

Ein Jahr ist Kay Bernstein Präsident von Hertha BSC. Eine Bilanz ist angesichts der aktuellen Sorgen und vieler Altlasten schwer möglich. Doch der ungewöhnli...

dpa
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ARCHIV - Herthas Präsident Kay Bernstein spricht bei der Mitgliederversammlung im Mai.

ARCHIV - Herthas Präsident Kay Bernstein spricht bei der Mitgliederversammlung im Mai.

© Jean-Marc Wiesner/dpa

Der Unternehmer und ehemalige Ultra bezeichnete den Berliner Club unter seiner Führung als ehrlicher, demütiger und bodenständiger. Ökonomisch „über den Berg“ sei man aber noch nicht.

Bernstein war am 26. Juni 2022 überraschend zum Präsidenten gewählt worden. Die Brisanz der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei ihm zu spät in der ganzen Tragweite bewusst geworden. Er habe „den falschen Leuten vertraut - naiverweise“, gestand Bernstein ein und bezichtigte die ehemaligen Führungspersonen erneut des „Größenwahns“.

Die Hertha hatte nach dem Abstieg in die 2. Liga nur mit Mühe die Lizenz von der Deutschen Fußball Liga erhalten. Über Jahre müsse ein strenger Sparkurs gefahren werden. Das Ziel „direkter Wiederaufstieg“ werde nicht ausgegeben und sei ökonomisch auch kein Muss. „Wir haben im Zuge der Re-Strukturierung noch viele Hausaufgaben zu machen. Wir wollen mittelfristig bis 2025/26 ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erreichen. Bis dahin wird es ein harter Kampf“, sagte Bernstein.

Große Hoffnungen richtet der Club-Chef auf Trainer Pal Dardai, der am Montag mit der Saisonvorbereitung beginnt. „Noch haben wir den sofortigen Wiederaufstieg nicht ausgerufen, aber Pal kennt den Verein und die Akademie, er strahlt Ruhe aus, ist geradlinig und hat es immer wieder geschafft, aus einem Kader schnell eine Mannschaft zu formen, die sportlich und hierarchisch funktioniert“, sagte Bernstein.

Ob er selbst im kommenden Jahr für eine weitere Amtszeit kandidieren wolle, ließ Bernstein offen. „Darüber wird im Frühsommer 2024 der Familienrat im Hause Bernstein sprechen. Wichtig ist mir die Reihenfolge. Erst sollte man im Verein Ziele definieren, dann die Profile festlegen und zum Schluss über das Personal sprechen. Der neue Weg wird in einem Jahr nicht zu Ende sein, aber die Frage ist, wer dann der Richtige für diesen Weg ist“, sagte er.

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