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Beschuss von Rettungswagen in Gaza: Israel gesteht „Fehler“ ein

Nach einem tödlichen Angriff auf ein Fahrzeug mit Sanitätern im März im Gazastreifen häuften sich die Vorwürfe. Nach einer Untersuchung spricht Israels Armee nun davon, dass Befehle missachtet wurden.

AFP/BLZ
2 Min
Israelische Soldaten nehmen während einer Bodenoperation im September 2024 im südlichen Gazastreifen Stellung ein.

Israelische Soldaten nehmen während einer Bodenoperation im September 2024 im südlichen Gazastreifen Stellung ein.

© Leo Correa/AP

Die israelische Armee hat nach den tödlichen Schüssen auf Rettungskräfte im Gazastreifen „Fehler“ eingeräumt und ihr Bedauern über den Tod von Zivilisten zum Ausdruck gebracht. Die Armee erklärte am Sonntag nach Abschluss einer Untersuchung zu dem Vorfall mit 15 Toten im März, unter anderem seien Befehle missachtet und der Vorfall nicht „vollständig“ gemeldet worden. Ein beteiligter Offizier solle deswegen seines Postens enthoben werden.

Gleichwohl betonte die Armee, unter den Toten hätten sich sechs Mitglieder der radikalislamischen Hamas befunden. Außerdem hätten die israelischen Soldaten nicht „willkürlich“ geschossen und auch keine „Hinrichtung“ vorgenommen. Sie hätten vielmehr auf „echte Bedrohungen“ reagiert.

Der Vorfall hatte international für Entsetzen gesorgt. Der Palästinensische Rote Halbmond hatte Israel vorgeworfen, beim Beschuss mehrerer Rettungsfahrzeuge im Gazastreifen am 23. März mindestens 15 Menschen getötet zu haben – acht seiner medizinischen Mitarbeiter, sechs Mitglieder des Zivilschutzes und einen UN-Mitarbeiter.

Laut erster Untersuchung sprachen israelische Soldaten von Gefahr

In einer ersten Untersuchung kam die israelische Armee nach eigenen Angaben zu dem Schluss, dass die Soldaten in der Annahme geschossen hatten, sich in Gefahr zu befinden. Die Soldaten hätten auf „Terroristen“ geschossen.

Später zirkulierte aber ein mit dem Mobiltelefon eines humanitären Helfers aufgenommenes Video, das palästinensischen Angaben zufolge die letzten Momente der Todesopfer zeigt. Die Aufnahmen zeigen Krankenwagen, die Scheinwerfer und Blaulicht eingeschaltet hatten, als die Schüsse fielen.

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