In Berlin kommt es häufiger zu Auseinandersetzungen zwischen Auto- und Fahrradfahrern. Zumindest an einem viel befahrenen Ort in der Stadt könnte sich das bald ändern: In der Beusselstraße zwischen Alt-Moabit und der Sickingenstraße/Erna-Samuel-Straße in Berlin-Mitte soll ein beidseitig angelegter Radfahrstreifen entstehen. Das teilte das Bezirksamt Mitte am Dienstag mit. „Mit der Beusselstraße erhält eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen in Moabit endlich eine sichere und komfortable Fahrradinfrastruktur“, sagte Bezirksstadträtin Almut Neumann (Grüne).
„Wir haben als Bezirk intensiv für diesen Radweg gekämpft“, so Neumann. „Ich bin froh, dass wir nun endlich in die Umsetzung kommen und einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität gehen.“ Der geplante Radstreifen soll eine Breite von 2,25 Metern haben. Außerdem soll der Streifen durch eine ein Meter breite Sperrfläche vom restlichen Straßenverkehr und vom wechselseitig angelegten Parkstreifen getrennt sein. „Fest installierte Poller verhindern, dass Kfz widerrechtlich den Radfahrstreifen befahren“, teilte das Bezirksamt mit.
Neben dem geschützten Radstreifen sind dem Bezirk zufolge auch gesonderte Flächen zum Liefern und Laden, sowie neue Fahrradbügel für zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geplant. Voraussichtlich sollen die Baumaßnahmen im November beginnen. Ehe die Markierungs- und Beschilderungsarbeiten beginnen, sollen außerdem vorhandene Spurrillen und Unebenheiten beseitigt werden. Auf einer Breite von drei Metern wird auch die Asphaltdecke erneuert, „sodass ein komfortables Radfahren möglich sein wird“, so der Bezirk Mitte.
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