Bezirk und Treuhand fordern neuen Betreiber

Über die Trabrennbahn wird verhandelt

Marcel Gäding
2 Min

Die Ende Dezember geschlossene Trabrennbahn in Karlshorst soll dem Pferdesport erhalten bleiben: Lichtenbergs Bürgermeister Wolfram Friedersdorff (PDS) und die Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG) haben sich am Freitag darauf verständigt, dass sie sich in den nächsten Tagen nochmals mit dem Berliner Trabrenn-Verein (BTV) an einen Tisch setzen werden. Es geht darum, ob ein neuer Betreiber künftig im Auftrag des BTV Rennen auf dem Gelände an der Treskowallee veranstaltet. Die Trabrennbahn gehört der Treuhandliegenschaftsgesellschaft. Ihr gegenüber hatte sich der Verein vor zwei Jahren vertraglich verpflichtet, bis Ende 2003 pro Jahr mindestens 60 Rennen in Karlshorst zu veranstalten - zusätzlich zu den Rennen auf der Trabrennbahn Mariendorf, die ebenfalls zum BTV gehört. "Der Trabrenn-Verein muss seine Zusage einhalten", sagte Friedersdorff. Er schlägt vor, dass sich der BTV einen Betreiber sucht, der diese Pflichten auf eigenes Risiko erfüllt. "Es gibt potenzielle Partner, die dafür bereit stehen", sagte Friedersdorff am Freitag. Dabei handele es sich um Pferdebesitzer aus Karlshorst.BTV-Geschäftsführer Dimitrios Vergos will das Gesprächsangebot von Bezirk und TLG annehmen - sieht jedoch wenig Aussicht auf Erfolg. Vergos bleibt bei seinem Standpunkt, dass berlinweit 60 Rennen nur auf einer Trabrennbahn wirtschaftlich sind. Beide Bahnen zu betreiben, wäre ein zu hohes Risiko. Wie berichtet, will der Verein deshalb seinen Vertrag mit der TLG auflösen. (gäd.)

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