Die Regionalliga Nordost, das haben viele Experten bestätigt, ist eine Topliga, in der es schneller und robuster zugeht als in anderen Regionalligen. Da ist es kein Wunder, dass es in diesem Jahr, in dem der Nordost-Meister direkt aufsteigt, etliche Topspiele zwischen den Aufstiegsanwärtern gibt. Das nächste findet am Sonnabend (16 Uhr, RBB, MDR) zwischen dem Tabellenzweiten Energie Cottbus und dem Tabellenvierten BFC Dynamo im Stadion der Freundschaft statt.
Bis zum Mittwochmorgen hatte Energie mehr als 5000 Eintrittskarten verkauft. Beim BFC rechnen sie mit mindestens 2000 Anhängern, die mit in die Lausitz reisen, um ihr Team beim Berlin-Brandenburg-Duell anzufeuern. „Das Stadion wird voll sein. Es sind ja genau solche Spiele, die Spaß machen, wegen denen wir Fußball spielen“, meint Angelo Vier, der Sportliche Leiter des BFC Dynamo. Gleichzeitig erwartet er von den Berlinern eine klare Steigerung im Vergleich zu den vergangenen Partien im Pokal gegen den Berliner AK, gegen Hansa Rostock II oder gegen Erfurt – vor allem in Sachen Zweikampfführung und Aggressivität.
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Rufat Dadashov führt die Torjägerliste vor Tim Heike an
Wenn die Zusammenarbeit als Mannschaft und die Absicherung nach hinten stimmen, kann auch der Sturm wieder brillieren. Und dort zeichnete sich im bisherigen Regionalliga-Verlauf ein Duell im Duell zwischen Cottbus und dem BFC ab. Während BFC-Stürmer Rufat Dadashov die Torjägerliste mit zwölf Treffern aus 14 Spielen anführt, folgt der Cottbuser Angreifer Tim Heike mit zehn Toren.
In den vergangenen drei Spielen, Pokal inbegriffen, traf Dadashov nicht mehr. Und vielleicht hat ihn sein Vater, ein früherer Wasserballprofi, oder sein Bruder Renat, der bei Hatayspor in der Türkei Fußball spielt, schon per Handy-Nachricht gefragt: „Was ist los?“ Und vermutlich hat Rufat Dadashov geantwortet, dass es echt keinen Grund gibt, nervös zu werden. Schließlich hat der 33-Jährige oft erlebt, wie flugs nach einer Flaute wieder Sturm aufzieht.
Auf der anderen Seite vertraut Trainer Claus-Dieter Wollitz den Qualitäten des 23 Jahre alten Tim Heike, der in dieser Saison nach seiner Verletzung auftrumpft. „Er hat eine enorme physische Präsenz, Abschlussstärke und fantastische Laufwege, die unser Offensivspiel bereichern“, sagt er über seinen schnellen Stürmer, der beidfüßig schießen kann.
Bislang hat Energie Cottbus zwei Punkte mehr eingesammelt als der BFC und dabei ein Tor mehr erzielt (29), allerdings auch ein Tor mehr (15) kassiert. All das spricht dafür, dass das Spitzenspiel am Sonnabend viele Spannungsspitzen bietet.
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