USA

Bidens Corona-Berater Anthony Fauci kündigt Rücktritt an

Der 81-Jährige wird Ende des Jahres seine Ämter als NIAID-Direktor und als medizinischer Chefberater des Präsidenten niederlegen.

Team News Alexander Schmalz AFP
2 Min
Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, tritt Ende des Jahres zurück.

Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, tritt Ende des Jahres zurück.

© dpa/Patrick Semansky

Der oberste Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, hat seinen Rückzug für Dezember angekündigt. Er werde seine Ämter als Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) und als medizinischer Chefberater des Präsidenten niederlegen, erklärte Fauci am Montag. Er werde „das nächste Kapitel seiner Karriere“ aufschlagen, ergänzte der 81-Jährige. „Ich gehe nicht in Rente.“

US-Präsident Joe Biden drückte Fauci in einer Erklärung des Weißen Hauses seinen „tiefsten Dank“ aus. Dank Faucis Beitrag zur öffentlichen Gesundheit seien „Leben hier in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt gerettet worden“, erklärte der Präsident.

Anthony Fauci muss unter Polizeischutz gestellt werden

Fauci hatte im Juli eigentlich angegeben, seine Stellung mit dem Ende der Präsidentschaft Bidens im Januar 2025 aufgeben zu wollen. Biden hatte Fauci nach seinem Einzug ins Weiße Haus im Januar 2021 zu seinem „obersten medizinischen Berater“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemacht. Der seit 38 Jahren als NIAID-Direktor tätige Mediziner und Forscher hatte schon unter Bidens Vorgänger Donald Trump dem Corona-Krisenstab der Regierung angehört.

Mit seiner großen Expertise und seinen ungeschminkten Einschätzungen zur Pandemie erwarb Fauci sich in der Öffentlichkeit große Anerkennung und wurde regelrecht zu einer Kultfigur. Zugleich zog er sich immer wieder den Unmut Trumps zu, der die Gefahr durch das Coronavirus lange Zeit kleinredete. Fauci wurde auch von rechten Kreisen und Kritikern der Corona-Politik angefeindet. Er musste unter Polizeischutz gestellt werden.

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