Das soll unter Denkmalschutz? Mit Befremden nimmt die Leiterin der Wohnungsbaugenossenschaft Gera, Angela Langwald, ein Schreiben zur Kenntnis, das ihr jüngst ins Haus flatterte. Sechs Millionen Euro waren für die Sanierung von 150 Wohnungen in Gera eingeplant. Ein Außenaufzug war geplant, Südbalkons, moderne Grundrisse, solche Dinge.
Doch seit Anfang des Jahres stehen die beiden Häuser in der thüringischen Stadt unter Denkmalschutz. Eines davon sei ein Rundbau, das sei noch eher verständlich, so Langwald. Aber das angrenzende Haus? „Das ist eine typisch graue Waschbetonplatte. Wir wollten sie eigentlich anmalen. Aber jetzt bleibt sie so.“
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Architektur
Billig gebaut, teures Erbe: Die letzten Plattenbauten der DDR sind bedroht
Der Originalbestand an DDR-Plattenbauten kommt in die Jahre und verschwindet. Er ist auch ein schützenswertes Zeugnis des DDR-Alltags. Darf man die Gebäude sanieren?
David Hutzler
dpa
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Ein Plattenbau in Gera Lusan, der mittlerweile unter Denkmalschutz steht.
© Martin Schutt/dpa