KREUZBERG. Die vor 125 Jahren gegründete Blindenanstalt an der Oranienstraße wird zum 1. Januar 2005 von der Union Sozialer Einrichtungen (U.S.E.) übernommen. Das Bezirksparlament Friedrichshain-Kreuzberg billigte die Übertragung am Mittwochabend. In der Blindenanstalt werden Korbwaren gefertigt. Die Belegschaft besteht aus derzeit 43 Blinden, Sehschwachen und anderen Behinderten. Die U.S.E. wird das Gebäude kaufen und dort eine reguläre Werkstatt für Behinderte aufbauen. Einigen nur leicht behinderten Mitarbeitern werde ein Integrationsarbeitsplatz angeboten, teilte Sozialstadträtin Kerstin Bauer (PDS) mit. Zum 1. Juli 2005 soll ein Erbbaupachtvertrag für das Gelände unterschriftsreif sein. Der Bezirk spart durch die Übertragung jährlich gut 600 000 Euro. (sk.)
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