Vor einigen Jahren ging ich im Supermarkt einkaufen. Am Kassenband standen Blumen, und ich legte einen Strauß aufs Band – ich wollte mir etwas gönnen. Kurz danach packte ich den Strauß wieder weg – ich promovierte und hatte kaum Geld. Dann entschied ich mich wieder um, so ging das ein paar Mal. An der Kasse angekommen, hatte ich mich gegen die Blumen entschieden. Die Kassiererin scannte meinen Einkauf ein und bat mich dann, ihr den Strauß zu zeigen. Ich ärgerte mich. Dachte sie, ich hätte ihn ramponiert? Ich gab ihr die Blumen. Sie sah sie an, zog sie über den Scanner und sagte: „Die gehen auf mich“. Dann drückte sie mir den Strauß in die Hand, und ich lief verdutzt nach Hause.
Kolumne
Blumen im Supermarkt: Wie mehr journalistische Vielfalt wieder Lust auf Nachrichten machen könnte
Kleine Gesten sorgen für bessere Stimmung. Das machen die meist schlechten Nachrichten in den Medien nicht. Dabei gäbe es Alternativen. Ein paar Lösungsvorschläge.
Mandy Tröger
3 Min
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Was Journalismus mit Blumen im Supermarkt zu tun hat?
© dpa