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Ukrainekrieg

BND-Chef: „Wir stehen in einer direkten Auseinandersetzung mit Russland“

BND-Chef Bruno Kahl sagt: „Russland bereitet sich auf einen Krieg mit dem Westen vor.“ Dieser werde jedoch anders beginnen als bisherige Kriege.

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BND-Chef Bruno Kahl am Mittwoch bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin

BND-Chef Bruno Kahl am Mittwoch bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin

© Berliner Zeitung

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, hält die Situation in Bezug auf Russland aufgrund der nachrichtendienstlichen Lage für „sehr ernst“: „Der Kreml sieht Deutschland als Gegner. Wir stehen in einer direkten Auseinandersetzung mit Russland“, sagte Kahl am Mittwoch auf einer Buchpräsentation in den Räumen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin. Der russische Präsident Wladimir Putin sei der Überzeugung, Russland befinde sich nicht im Konflikt mit der Ukraine, sondern „im Konflikt mit dem Westen über die Ukraine“.

Kahl sagte weiter: „Russland bereitet sich auf einen Krieg mit dem Westen vor.“ Dafür gebe es zahlreiche Indikatoren: Die „Militärausgaben sind am Bruttoinlandsprodukt gemessen um ein Vielfaches höher“ als die der Nato-Staaten. Es gebe eine „Neugliederung der Militärbezirke“. Russland rekrutiere „jährlich mehrere Hunderttausend Soldaten“. Durch den Krieg in der Ukraine seien die russischen Truppen „kampferprobt“. Russland habe in der Ukraine viel Erfahrung im Einsatz von Technologie und Drohnen gewonnen. Dasselbe gelte für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und alten Gleitbomben. Im Weltraum könne Russland westliche Satelliten beeinflussen. Seit 2022 habe außerdem eine „verstärkte Militarisierung der Gesellschaft“ in Russland stattgefunden. Dies finde seinen Ausdruck unter anderem in nationalistischen Lehrplänen für Schulen und Universitäten. Am Ende dieses Jahrzehnts werde Russland in der Lage sein, „einen Angriff auf den Westen durchzuführen“. Mit dem Aufwuchs des russischen Militärpotenzials werde „eine direkte militärische Konfrontation mit der Nato zu einer möglichen Handlungsoption für den Kreml“. Kahl: „Irgendwann wird sich die Frage des Nato-Bündnisfalls stellen.“

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