Spezialisten der Polizei haben im Berliner Ortsteil Schmargendorf die gefundene Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft. Wie ein Sprecher um 17.50 Uhr der Berliner Zeitung mitteilte, wurde der Zünder entfernt und vor Ort gesprengt. Damit ist die Gefahr gebannt, über 7000 Anwohner dürfen nun wieder zurück in ihre Wohnungen, hieß es. Der zuvor eingerichtete Sperrkreis sei aufgehoben worden.
Die Evakuierungen hatten am Mittwoch mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht. Nach Angaben der Polizei mussten mehr als 50 Anwohner mit Krankentransporten aus dem Sperrkreis gebracht werden. „Es gab einige Menschen hier, die nicht mehr so mobil sind. Sie wurden nach und nach zum Teil mit Tragen aus den Häusern gebracht“, führte ein Sprecher der Polizei gegenüber der Berliner Zeitung aus .
Die Beamten hatte die Anwohner rund um die Mecklenburgische Straße aufgerufen, bis 9 Uhr morgens ihre Wohnungen zu verlassen. Doch wie so oft bei solchen Einsätzen gab es Verzögerungen. Nicht alle Betroffenen waren informiert, beziehungsweise konnten oder wollten so schnell reagieren, hieß es von der Polizei.
Bombe in Schmargendorf: 7500 Menschen von Evakuierung betroffen
Insgesamt 330 Polizisten waren stundenlang im Einsatz, um den Sperrkreis im Radius von 500 Metern zu kontrollieren. Auch ein Hubschrauber flog zeitweise über das Einsatzgebiet, um von oben letzte Überprüfungen im Sperrkreis durchführen zu können.
Bauarbeiter hatten am Dienstagmorgen die 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entdeckt. Der Fundort des Blindgängers wurde daraufhin großräumig abgesperrt, Polizisten bewachten die Bombe rund um die Uhr. Von den Evakuierungen waren nach Angaben der Polizei rund 7500 Menschen in 30 Wohnblöcken und drei Kindertagesstätten betroffen.
BVG stellt Shuttle-Service, Notunterkünfte für Anwohner bereit
Einige Anwohner hielten sich in Notunterkünften auf, um die Zeit zu überbrücken. Für Menschen, die sich nicht selbstständig in eine Notunterkunft begeben konnten, standen an der Wiesbadener Straße Ecke Schlangenbader Straße Busse der BVG bereit. Bis auf den Shuttle-Service fuhr im Sperrkreis kein ÖPNV mehr.
Diese Notunterkünfte wurden zur Verfügung gestellt:
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Darüber hinaus hatte das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine Hotline zur Notunterbringung eingerichtet. Seit 8 Uhr sind unter folgender Telefonnummer Mitarbeiter zu erreichen: (030) 9029-13778.
Folgende Straßen waren von Evakuierungen und Sperrungen betroffen:
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