In den kommenden Wochen wird Deutschland dutzende Leopard-1A5-Panzer an die Ukraine liefern. Das kündigte Verteidigungsminister Boris Pistorius in einem Interview mit der polnischen Zeitung Rzeczpospolita an. Deutschland und Dänemark stellen der Ukraine derzeit die zweitgrößte Menge an militärischer Ausrüstung im Vergleich zu anderen internationalen Partnern zur Verfügung. Darüber hinaus bildet Deutschland mit die meisten ukrainischen Soldaten aus.
Pistorius wies darauf hin, dass die deutsche Regierung im Mai ein neues Sicherheitspaket in Höhe von 2,7 Milliarden Euro für die Ukraine verabschiedet hat, das den unmittelbaren Bedarf der Ukraine an Rüstungsgütern, insbesondere an IRIS-T-SLM-Luftabwehrsystemen, deckt.
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Leopard-1-Panzer sollten sogar schon früher geliefert werden
Im Frühjahr hatte die dänische Regierung ein Kooperationsabkommen mit Deutschland und den Niederlanden über die Lieferung von mindestens 100 Leopard-1-Panzern an die Ukraine unterzeichnet. Ursprünglich war geplant, diese Panzer im Frühjahr zu liefern, doch der Zeitpunkt wurde letztendlich auf den Sommer verschoben.
Zusätzlich dazu haben Dänemark und die Niederlande kürzlich Verträge zum Kauf und zur Spende von 14 Leopard-2-Panzern des deutschen Rüstungsunternehmens Rheinmetall an die Ukraine abgeschlossen. Die Lieferung dieser Panzer ist für Anfang 2024 geplant.
Wann bekommt die Ukraine die F-16-Kampfjets, die sie verlangt?
Neben den Kampfpanzern fordert die Ukraine seit langem die Lieferung von F-16-Kampfjets. Dies werde allerdings im Rahmen der ukrainischen Gegenoffensive nicht möglich sein, erläuterte der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, Admiral Rob Bauer, im Interview mit dem britischen Radiosender LBC.
Im Vorfeld eines wichtigen Nato-Gipfels im litauischen Vilnius sagte Bauer: „Die Diskussion über die Kampfflugzeuge ist wichtig, aber sie wird nicht kurzfristig während dieser Gegenoffensive gelöst werden“. Die Ausbildung der Piloten, die Schulung der Techniker sowie die logistische Organisation seien komplex und benötigten viel mehr Zeit als die, die der Ukraine im Rahmen der Gegenoffensive zur Verfügung stehe, so Bauer.
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