Brandanschlag auf das Paul-Löbe-Haus: Ermittler finden Flugblätter mit rechtsextremen Inhalten

Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag einen Brandanschlag auf das Paul-Löbe-Haus in der Konrad-Adenauer-Straße in Tiergarten verübt. Den Brandsatz war ein Unbekannter gegen 1.40 Uhr. Der entzündete Brandsatz zerschellte auf dem ...

BLZ
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Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag einen Brandanschlag auf das Paul-Löbe-Haus in der Konrad-Adenauer-Straße in Tiergarten verübt. Den Brandsatz war ein Unbekannter gegen 1.40 Uhr. Der entzündete Brandsatz zerschellte auf dem Gehweg.

Durch das Feuer, das von allein erlosch, entstand nach Angaben der Polizei ein geringer Sachschaden auf dem Gehweg. Auch die Fassade wurde verrußt. Der oder die Täter hinterließen in der Nähe des Tatortes mehrere Flugblätter mit rechtsextremem Inhalt. Ein Bundespolizist beobachtete, wie ein Mann mit einem Fahrrad flüchtete.

Das Dezernat für rechtsmotivierte Straftaten beim Polizeilichen Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Nicht der erste Anschlag

Einen ähnlichen Anschlag hatte es bereits am 23. März gegeben. In einem Selbstbezichtigungsschreiben, das am Tatort gefunden wurde, bekannte sich zum wiederholten Mal eine „Deutsche Widerstandsbewegung“ zu der Tat.

In der Nacht zum 24. November vergangenen Jahres warf jemand einen Brandsatz auf das Paul-Löbe-Haus. Auch in diesem Fall bekannter sich eine rechtsextreme Gruppe zu der Tat. Brandsätze ohne größere Folgen waren auch in der Nacht vom 28. auf den 29. September auf den Reichstag und am 25. August gegen die CDU-Bundeszentrale geflogen. Auch in diesen Fällen bekannten sich Rechtsextreme. Die Polizei vermutet, dass es sich jedes Mal um die selben Täter handelt. Eine Spur zu ihnen hat sie bislang offenbar nicht.

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