Regionalverkehr

Brandenburg streitet über neue Bahn zur Ostsee: Landrat greift Minister an

Eine Strecke in der Prignitz würde auch Berlin nützen. Doch der neue Verkehrsminister bremst die Reaktivierung. Der Neuruppiner Landrat ist entsetzt.

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Ein Zug der Hanseatischen Eisenbahn nach Pritzwalk steht in Neustadt (Dosse). Politiker fordern Streckenausbau bis Güstrow.

Ein Zug der Hanseatischen Eisenbahn nach Pritzwalk steht in Neustadt (Dosse). Politiker fordern Streckenausbau bis Güstrow.

© Peter Neumann/Berliner Zeitung

Ralf Reinhardt ist verärgert. „Das ist im höchsten Maße irritierend“, sagt der Landrat von Ostprignitz-Ruppin. Der SPD-Politiker findet es befremdlich, was Infrastrukturminister Robert Crumbach zu einem Zukunftsprojekt der Region gesagt hat. Der Ausbau des Bahnverkehrs im Nordwesten von Brandenburg dürfe nicht infrage gestellt werden.

Es geht um eine Strecke ins benachbarte Mecklenburg-Vorpommern, auf der schon lange keine Reisezüge gefahren sind. Reinhardt und seine Mitstreiter setzen sich dafür ein, dass sie reaktiviert und die gesamte Verbindung ausgebaut wird. Davon würde nicht nur die Prignitz profitieren: Die Berliner bekämen eine neue Bahnroute zur Ostsee.

Doch im Interview mit dieser Zeitung sagte jüngst Minister Crumbach (SPD): „Reaktivierungen von ungenutzten Strecken werden in den kommenden Jahren kein Thema für uns sein.“ Darum fordert Landrat Reinhardt jetzt den Landespolitiker auf, das Projekt voranzutreiben – wie es den Bürgern und dem Nachbar-Bundesland zugesagt worden sei.

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