Öko-Strom

Brandenburg: Windkraftpläne sorgen für Streit in Kenia-Koalition

Der Brandenburger CDU-Spitzenkandidat Jens Koeppen wirft SPD-Minister Jörg Steinbach hilflosen Aktionismus vor.

Team News dpa/str
2 Min
Jörg Steinbach (SPD), Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, möchte das Bundesland bis 2045 klimaneutral machen. 

Jörg Steinbach (SPD), Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, möchte das Bundesland bis 2045 klimaneutral machen. 

© imago/Christian Spicker

Der Wirtschaftsminister hatte angekündigt, er wolle in der Energiestrategie 2040 die Ausbauziele für Wind- und Solarenergie erhöhen. Das werde auch zu einer Erhöhung des prozentualen Flächenbedarfs für Windenergieanlagen führen, sagte er der Märkischen Allgemeinen. Als Ziel gab Steinbach aus, Brandenburg bis 2045 klimaneutral zu machen – das heißt, dann sollen nur noch so viele Treibhausgase ausgestoßen werden wie gebunden werden können. Die Strategie soll bis zum Jahresende vorliegen.

Steinbach: Bisher vereinbarter Windkraftausbau reicht nicht aus

Der von SPD, CDU und Grünen 2019 vereinbarte Windkraftausbau bis 2030 wird laut Steinbach deutlich zu wenig sein. Die Leistung soll laut Koalitionsvertrag bis 2030 auf 10.500 Megawatt steigen. Brandenburg hatte Ende Juni eine Windkraftleistung von rund 7600 Megawatt, etwa so viel wie Nordrhein-Westfalen und Sachsen zusammen, wie aus Zahlen der Deutschen Windguard hervorgeht.

Die oppositionelle Landtagsfraktion von BVB/Freie Wähler verwies darauf, dass die Notwendigkeit neuer Reservekraftwerke wegen der Wetterabhängigkeit von Solar- und Windenergie außer Frage stehe. Ein Gutachten zur Energiestrategie 2040, das die Landesregierung in Auftrag gegeben habe, beantworte aber die Frage nach Standort und Leistung dieser Kraftwerke nicht.

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