Auf der Webseite erfahren Bürger auch, wo welche Sachspenden benötigt werden. Besonders gefragt sind Winterkleidung und Schuhe. Solch ein Helferportal gibt es bereits seit einigen Wochen unter dem Namen „HelpTo“ vom Verein Potsdamer Toleranzedikt für viele Kommunen im Land. Dieses Angebot wird auf der Webseite auch verlinkt.
„Wir wollen aber darüber hinaus gehen und den Menschen, die Flüchtlingen helfen und möglicherweise Anfeindungen ausgesetzt sind, auch sagen: Ihr seid nicht allein, es ist gut, dass ihr Mitmenschlichkeit zeigt“, sagte die Landesgeschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt, Anne Böttcher. „Wir wollen auch zeigen: Das sind nicht Menschen, die uns was wegnehmen wollen, sondern Schicksale.“
Dafür hat der Journalist Stefan Specht in Frankfurt (Oder) Flüchtlinge interviewt. Deren Geschichten sind über die Webseite nachzulesen. „Da erfährt man zum Beispiel, warum viele junge Männer sich allein nach Deutschland auf den Weg machen“, berichtete Specht. „Denen droht die Einberufung zum Militär und dort fallen viele junge Soldaten in den Kämpfen.“
Auch das Fluchtschicksal von Familien mit kleinen Kindern hat Specht aufgezeichnet. Er will diese Menschen in den kommenden Jahren auf ihrem weiteren Weg begleiten. Brandenburg erwartet in diesem Jahr rund 36 000 Flüchtlinge - rund fünfmal so viele wie im Vorjahr. Allein seit September kamen laut Innenministerium mehr als 18 000 Asylbewerber ins Land. (dpa)
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