KÖPENICK Für die Waldbühne wird es ernst: Die Parkbühne Wuhlheide ist so gut wie fertig. Am Freitag wurde der Richtkranz auf das Bühnendach gezogen. Mit Rock-, Schlager- und Klassikkonzerten sollen regelmäßig bis zu 16 000 Zuschauer angelockt und der Waldbühne kräftig Konkurrenz gemacht werden.Zum ersten Mal seit vier Jahren gab es am Freitag wieder Live-Musik in der Wuhlheide. Bei neun Grad Außentemperatur testete zum Richtfest eine siebenköpfige Streicher- und Bläserformation der Brandenburger Philharmoniker schon mal die Akustik. Sie werden am 13. Juni die Konzertsaison eröffnen.Bereits vor zwei Jahren wollte die Wuhlheide Veranstaltungs GmbH, zu der sich Matthias Hoffmann (Hoffmann Konzerte) und Norbert Döpp (Downtown) zusammengeschlossen haben, die Anlage abreißen und komplett neu aufbauen lassen. Doch dann wurde der Volkspark Wuhlheide einschließlich seiner Freilichtbühne zum Gartendenkmal erklärt, die Anlage mußte kosten- und zeitaufwendig saniert werden."Statt vier Millionen Mark mußten wir schließlich acht Millionen investieren", erklärte Matthias Hoffmann am Freitag. Sein Sparbuch sei so gut wie geplündert. Das Mitleid darf sich dennoch in Grenzen halten. Die Freilichtbühne Wuhlheide ist mit ihren rund 16 000 Sitzplätzen zwar kleiner als die Charlottenburger Waldbühne, dafür aber moderner ausgestattet. So sieht das Zeltdach über der Bühne nicht nur extravagant aus, sondern bietet Tontechnikern und Beleuchtern optimale Bedingungen. Sie müssen keine Stahltürme für ihre Anlagen errichten, sondern können die Technik direkt an der Bühnenüberdachung installieren. Die filigran wirkende Konstruktion kann mit 10 000 Kilogramm belastet werden.Mit der Auslastung des neuen Veranstaltungsortes sind Hoffmann und Döpp zufrieden. "Noch vor zwei Monaten wußten wir nicht, ob wir den Termin Mitte Juni überhaupt halten können", sagte Norbert Döpp. "Jetzt sind für dieses Jahr neun Konzerte fest gebucht, drei weitere kommen wahrscheinlich noch hinzu." Döpp hat sich vor nahezu zehn Jahren mit seiner Firma Downtown selbständig gemacht. Zuvor war er für den Kulturmanager Peter Schwenkow tätig, der die Waldbühne unter sich hat. "Für die sind wir aber eher eine Ergänzung als eine Konkurrenz." Nicht jeder Künstler könne die 20 000 Plätze der Waldbühne füllen. "Da ist die Wuhlheide eine ideale Alternative." +++
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