BRICS

Brics in der Krise: Ein Gipfel, der hätte zählen können

Brics wollte als Stimme des Globalen Südens auftreten. Das Treffen in Neu-Delhi zeigte stattdessen die tiefen Bruchlinien einer fragmentierten Weltordnung.

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Die Brics-Außenminister beim gemeinsamen Gruppenfoto in Neu-Delhi. Das Treffen diente der Vorbereitung des Brics-Gipfels im September.

Die Brics-Außenminister beim gemeinsamen Gruppenfoto in Neu-Delhi. Das Treffen diente der Vorbereitung des Brics-Gipfels im September.

© Ani/imago

Im Schatten des Trump-Xi-Gipfels der vergangenen Woche fand in Neu-Delhi ein Treffen von potenziell gleichrangiger Bedeutung statt. Am 14. Mai versammelten sich elf führende Nationen des Globalen Südens, die zusammen etwa die Hälfte der Weltbevölkerung und knapp vierzig Prozent der globalen Wirtschaftsleistung nach Kaufkraftparität repräsentieren, zum Brics-Außenministertreffen. Unter indischem Vorsitz kamen Delegationen aus Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, dem Iran, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indonesien zusammen, um den Boden für den Gipfel der Staats- und Regierungschefs im September zu bereiten.

Der Zeitpunkt schien günstig, damit Brics endlich als ernsthaftes globales Forum in Erscheinung treten könnte. Viele der multilateralen Institutionen, die bislang das Rückgrat der globalen Ordnungspolitik bildeten, waren in den vergangenen Jahren entweder geschwächt oder blockiert worden. Der UN-Sicherheitsrat ist seit 2022 faktisch gelähmt, da drei seiner ständigen Mitglieder in einem indirekten Konflikt mit den übrigen zwei stehen.

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