Rettungsmission

Brite Paul Farthing mit Katzen und Hunden aus Afghanistan in London eingetroffen

Das Charterflugzeug des Ex-Soldaten landete am Sonntagmorgen am Flughafen Heathrow. Die Tierrettung hatte in Großbritannien heftige Kontroversen ausgelöst.

Team News dpa/kmi
2 Min
Der Brite Paul Farthing ist mit den Tieren aus Kabul in London gelandet.

Der Brite Paul Farthing ist mit den Tieren aus Kabul in London gelandet.

© dpa/Nowzad/PA Media

Der britische Ex-Soldat Farthing hatte sich zuvor in einer tagelangen Kampagne für die Evakuierung der Tiere aus einem von ihm gegründeten Tierheim in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingesetzt. Auch seine Mitarbeiter und deren Angehörigen wollte Farthing ausfliegen. Nach anfänglichem Zögern erhielt er die Unterstützung der britischen Regierung, die trotz der schwierigen Umstände ein Zeitfenster für seinen von Unterstützern finanzierten Charterflug zusagte und Visa ausstellte. Zum Schluss musste er jedoch ohne die Mitarbeiter reisen.

Times: Farthing soll angeblich Berater im Verteidigungsministerium gedroht haben

Der Fall löste in Großbritannien eine heftige Kontroverse aus. Verteidigungsminister Ben Wallace hatte sich in Interviews darüber beschwert, dass die Diskussion zu viel Zeit in Anspruch genommen habe und warf Nowzad-Unterstützern vor, seine Mitarbeiter unter Druck gesetzt zu haben. Die Times veröffentlichte am Sonntag eine Audio-Nachricht, in der Farthing angeblich einem Berater im Verteidigungsministerium damit droht, ihn in sozialen Medien zu „zerstören“, sollte er ihn nicht bei seinem Vorhaben unterstützen.

Bei der britischen Rettungsoperation aus Afghanistan, die am Wochenende zu Ende ging, wurden nach Regierungsangaben mehr als 15.000 Menschen evakuiert. Angesichts von bis zu 1000 Ortskräften, die wegen der knappen Zeit zurückgelassen werden mussten, empörten sich viele Briten jedoch über die Evakuierung von Haustieren.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov vom Freitag zufolge ist jedoch nur knapp die Hälfte der Briten (49 Prozent) der Meinung, dass Menschenleben mehr zählen als das von Tieren. Fast genauso viele (40 Prozent) halten die Leben von Menschen und Tieren für gleich wertvoll.

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