Hilfsbereitschaft hat womöglich einige Ähnlichkeit mit Pfauenfedern. Diesen Schluss legt eine Zwillingsstudie britischer Forscher nahe. Die Bereitschaft, sich für wildfremde Menschen aufzuopfern, scheint demnach auch von den Genen bestimmt zu werden -und könnte unter anderem dazu dienen, sich für das andere Geschlecht in Szene zu setzen.Die Forscher analysierten 70 eineiige und 87 zweieiige weibliche Zwillingspaare. Die Schwestern waren unter anderem dazu befragt worden, wie begehrenswert sie Hilfsbereitschaft einstuften und wie stark altruistisches Verhalten bei ihnen selbst ausgeprägt ist. In beiden Punkten ähnelten sich eineiige Zwillingsschwestern mit ihrem identischen Erbgut stärker als zweieiige Schwestern, die nur etwa die Hälfte der Genvarianten gemein haben. Nach Ansicht der Forscher deutet die statistische Analyse darauf hin, dass die Ahnen der Teilnehmerinnen umso eher mit hilfsbereiten Partnern Kinder gezeugt haben, je hilfsbereiter sie selbst waren. Der Wesenszug Hilfsbereitschaft könnte also durchaus der sexuellen Selektion unterliegen, erläutert Phillips. (cm.) British Journal of Psychology, DOI: 10.1348/000712610X493494
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