Krieg

Britischer Ukraine-Kämpfer in Russland zu 19 Jahren Haft verurteilt

James Scott Rhys Anderson, der an der Seite der Ukraine gekämpft haben soll, wird Terror und Söldnertum vorgeworfen. Jetzt wurde das Urteil gegen ihn verkündet.

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5. März 2025: Der britische Staatsbürger James Scott Rhys Anderson, der in Kursk an der Seite der Ukraine gekämpft haben soll, erscheint zur Urteilsverkündung.

5. März 2025: Der britische Staatsbürger James Scott Rhys Anderson, der in Kursk an der Seite der Ukraine gekämpft haben soll, erscheint zur Urteilsverkündung.

© Tass/imago

Russland hat den britischen Kriegsgefangenen James Scott Rhys Anderson zu 19 Jahren Haft verurteilt. Der 22-Jährige soll an der Seite der Ukraine gekämpft haben. Er wurde dann in der russischen Region Kursk gefangengenommenen, was im November vergangenen Jahrs bekannt wurde. Ihm wird Terror und Söldnertum vorgeworfen, wie der Pressedienst des Justizsystems von Kursk auf seinem Telegramkanal mitteilte.

Der ehemalige britische Soldat wurde nun von den russischen Behörden nach einem Prozess vor dem Militärgericht des 2. Westbezirks in Kursk verurteilt, teilte das Gericht auf Telegram mit. Den Angaben zufolge „gestand Anderson seine Schuld“ an „belastenden Taten und gab an, er habe sich wegen der finanziellen Entschädigung entschieden, an dem bewaffneten Konflikt teilzunehmen“.

Die ersten fünf Jahre der Strafe soll der Brite in ein Gefängnis, danach in eine Strafkolonie für Schwerverbrecher. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 20 Jahren, davon sieben im Gefängnis, gefordert. Die Verteidigung hatte aber beantragt, das Schuldeingeständnis und die Reue als mildernde Umstände anzuerkennen. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Gegen das Urteil kann noch berufen werden.

Kursk: Ukraine durchbricht Verteidigungslinien der Russen

Anfang August vergangenen Jahres überraschte die ukrainische Armee Russland mit einem groß angelegten Angriff auf die Kursk-Region. So gelang es der ukrainischen Armee, Verteidigungslinien der Russen zu durchbrechen und mehrere Ortschaften, etwa die Kleinstadt Sudscha, zu erobern. Die ukrainischen Streitkräfte konnten über Monate hinweg ein rund 1000 Quadratkilometer großes Gebiet besetzen.

Im Herbst kam es zu Gegenangriffen der russischen Streitkräfte in dem grenznahen Gebiet. Ukrainischen Angaben zufolge sollen auch Soldaten aus Nordkorea dem Kreml dabei geholfen haben, etwa die Hälfte des zuvor eroberten Territoriums zurückzugewinnen. Ukrainischen Medien zufolge standen Mitte Januar noch 400 Quadratkilometer im Kursker Gebiet unter ukrainischer Kontrolle – eine Fläche etwa halb so groß wie Berlin.

Mehrfach versprach Russlands Präsident Wladimir Putin der lokalen Bevölkerung, die Kontrolle über das gesamte Kursk-Gebiet wiederzuerlangen – bisher ohne Erfolg.

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