Der ehemalige Energieminister Grant Shapps wird der neue britische Verteidigungsminister. Das kündigte der konservative Premierminister Rishi Sunak am Donnerstag beim Kurznachrichtendienst X an. Zuvor war Ben Wallace von dem Posten zurückgetreten, welcher den Posten vier Amtsjahren innehatte.
Shapps dürfte damit auch zu einem wichtigen Gesicht werden, wenn es um die Koordinierung der Hilfen für die Ukraine geht, die sich seit anderthalb Jahren gegen Russlands Angriffskrieg verteidigt. Er hatte bereits mehrere Ministerposten in Großbritannien inne. Er war innerhalb eines Jahres Verkehrsminister im Kabinett des früheren Premiers Boris Johnson und unter dessen Nachfolgerin Liz Truss etwa eine Woche lang Innenminister.
Mit dem Regierungswechsel zu Sunak übernahm er das Wirtschaftsministerium und im Februar das neu geschaffene Ministerium für Energiesicherheit. Dort folgt ihm die bisherige Bildungs-Staatssekretärin Claire Coutinho.
Rücktritt: Wallace wollte Nato-Generalsekretär werden
Zu seinem Rücktritt habe er sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, schrieb Wallace am Donnerstag in einem Brief an Premierminister Rishi Sunak. Wallace hatte bereits Mitte Juli seinen Rücktritt angekündigt. „Nach so vielen Jahren ist es Zeit für mich, in Teile meines Lebens zu investieren, die ich vernachlässigt habe, und neue Gelegenheiten zu erkunden“, erklärte Wallace.
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Wallace hatte den Posten im Jahr 2019 übernommen, damals noch unter Premierminister Boris Johnson. Er behielt das Ministeramt anschließend sowohl in der Regierung seiner konservativen Parteikollegin Liz Truss als auch im aktuellen Kabinett Sunaks.
Zwischenzeitlich war Wallace auch selbst als Kandidat für den Posten des Regierungschefs gehandelt worden, lehnte aber ab. Er hatte Ambitionen auf den Posten des Nato-Generalsekretärs. Die Hoffnung, Nachfolger von Jens Stoltenberg zu werden, erfüllte sich aber nicht.
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