Eineinhalb Jahre nach der Gründung des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat sich im Ruhrgebiet der Jugendverband der Partei formiert. Das „Jugendbündnis im BSW“ konstituiert sich am Samstag offiziell und soll eine Satzung beschließen und gemeinsam die nächsten Schritte planen.
Zur Vorsitzenden des „Jugendbündnis im BSW“ ist am Samstag in Bochum die 21-jährige Anastasia Wirsing, Lehramtsstudentin in Jena, gewählt worden. Einem Sprecher zufolge waren etwa 150 junge Parteimitglieder und -unterstützer dabei, stimmberechtigt waren 113.
Parteichefin Amira Mohamed Ali, Vize-Parteichef Amid Rabieh sowie der ehemalige Fußballmanager und Berliner BSW-Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl, Oliver Ruhnert nahmen an der Veranstaltung teil.
BSW will bundesweit Parteigliederungen gründen
Als Themen für Junge hat das BSW die Ablehnung von Wehrpflicht und höheren Rüstungsausgaben im Programm. Den „gigantischen Schuldenberg“ müssten ja auch die Jungen abtragen, sagte Mohamed Ali. Zugleich forderte sie Investitionen in Schulen, die Infrastruktur und die Wirtschaft.
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Das BSW hatte Ende Juni angekündigt, bundesweit Parteigliederungen zu gründen und auch viel mehr Mitglieder aufzunehmen. Die Zahl der damals etwa 2800 Mitgliedern soll bis zum Jahresende auf 10.000 anwachsen. Auch in Berlin will das BSW neue Schritte wagen. Die Partei kündigte im Juni an, in allen Berliner Bezirken entsprechende Verbände zu gründen. Die Partei will sich so weiter öffnen. Zuvor konnte man dem BSW nur nach einer intensiver Prüfung beitreten - was für Kritik sorgte. Ob dies auch beim Jugendverband zutrifft, ist unklar.
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