Gegen die nach wie vor im Bebauungsplan vorgesehene Errichtung von Wohnhäusern im Gutspark Neukladow setzen sich 22 Bürger zur Wehr. Sie haben sich zur Kladower Ortsteilkonferenz zusammengeschlossen. In einer Resolution fordern sie das Bezirksamt auf, sich für die Wiederherstellung der historischen Parklandschaft einzusetzen, wie sie vor dem Bau von Baracken durch die Nationalsozialisten bestanden hatte. Die verfallenden Baracken, die sich nach dem Krieg im Besitz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) befanden und nach der Wende aufgegeben wurden, sollten ursprünglich einer Siedlung von Bundesbediensteten weichen. Da die Regierungsangestellten kein Interesse an solchen Wohnungen zeigen, ist die Zukunft des Neu-Kladower Gutsparks offen. Als sicher gilt bislang nur, dass im ehemaligen Gutshaus ein Museum für Musikinstrumente eingerichtet wird.Die Entscheidung über den Rest des Grundstückes war vor der Sommerpause vom Stadtentwicklungsausschuss auf November verschoben worden. Gerhard Becker, Mitunterzeichner der Resolution, sieht nun den Wahlsieger CDU in der Pflicht. "Nachdem dort keine Bundeswohnungen gebaut werden, muss der Park wieder landschafts- und denkmalgeschütztes Gelände eingestuft werden", sagte Becker. Für die AWO, die anstelle der Baracken ein Seniorenhotel errichten wollte, hatte der Bezirk das Gelände aus dem Landschaftsschutz herausgenommen.
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