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Finanzen

Kein Geldsegen für den Bundeshaushalt: Bundesbank macht erstmals seit 1979 Verlust

Erstmals seit über 25 Jahren hat die Bundesbank Verlust gemacht. Zudem ist es der höchste Verlust in der Geschichte der Bank.

Team News Eva Maria Braungart dpa/Eva Maria Braungart
2 Min
Die Bundesbank hat erstmals seit 25 Jahren Verlust gemacht.

Die Bundesbank hat erstmals seit 25 Jahren Verlust gemacht.

© Lando Hass/dpa

Die Bundesbank hat erstmals seit 1979 Verlust gemacht. Rund 19,2 Milliarden Euro Minus stehen für das vergangene Jahr in der Bilanz und damit der höchste Verlust in der Geschichte der Deutschen Bundesbank, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte.

Nach Einschätzung der Bundesbank sind rote Zahlen auch in den kommenden Jahren wahrscheinlich, wenn die Verluste auch geringer ausfallen dürfen. „Der Höhepunkt der jährlichen Belastungen dürfte überschritten sein“, sagte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel bei der Vorstellung des Jahresabschlusses in Frankfurt.

Bundesbank blickt pessimistisch auf Deutschlands Wirtschaft

Nagel hatte bereits bei der Bilanzvorlage vor einem Jahr auf magere Jahre eingestimmt: „Wir erwarten, längere Zeit keine Gewinne ausschütten zu können.“ Verluste will die Bundesbank in den nächsten Jahren mit künftigen Gewinnen ausgleichen. Im Geschäftsjahr 2023 war die Bundesbank geradeso an einem Verlust vorbeigeschrammt – allerdings nur deshalb, weil sie auf milliardenschwere Rückstellungen zurückgreifen konnte.

Auch Ende vergangenen Jahres klang die Bundesbank mit Blick auf die deutsche Wirtschaft eher pessimistisch. Es gäbe „strukturelle Probleme“, für das kommende Jahr sei bestenfalls eine Stagnation zu erwarten, so Bundesbankpräsident Joachim Nagel. Es zeige „sich zunehmend, dass die deutsche Wirtschaft nicht nur mit hartnäckigem konjunkturellen Gegenwind, sondern auch mit erheblichen strukturellen Problemen zu kämpfen hat“, hieß es im Ausblick der Bundesbank auf das Jahr 2025.

Die Europäische Zentralbank (EZB) vermeldete für 2024 das zweite Verlustjahr in Folge und das höchste Minus in ihrer mehr als 25-jährigen Geschichte: gut 7,9 Milliarden Euro. Die übliche Gewinnausschüttung der EZB - unter anderem an die Bundesbank – fiel somit erneut aus.

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