Gaspreise

Bundesnetzagentur warnt vor steigenden Gaspreisen wegen Iran-Krieg

Verbraucher mit Anschlussverträgen müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Behördenchef Müller rät zum sparsamen Verbrauch.

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Der Chef der Bundesnetzagentur rät zum sparsamen Umgang mit Gas.

Der Chef der Bundesnetzagentur rät zum sparsamen Umgang mit Gas.

© Christian Ohde via www.imago-images.de

Wegen des Iran-Krieges hat die Bundesnetzagentur leichte Preissteigerungen beim Gas vorausgesagt. Privathaushalte sind nach Einschätzung von Behördenchef Klaus Müller zunächst geschützt, beim Strom zeichnet sich dagegen eine gegenläufige Entwicklung ab.

Infolge des Iran-Krieges kann es nach Einschätzung der Bundesnetzagentur zu moderaten Preissteigerungen beim Gas kommen. „Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren alle, die an den Börsen Gas beschaffen müssen“, sagte Behördenchef Klaus Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Für die meisten privaten Haushalte gälten allerdings Preisgarantien für zwölf Monate oder länger.

Bei Anschlussverträgen könne es zu Preisanstiegen kommen, sagte Müller. Diese seien jedoch nicht mit der Entwicklung nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 zu vergleichen. „Zum Glück ist die heutige Situation mit der vor fünf Jahren nicht vergleichbar“, sagte Müller, der im Herbst 2021 als Chef der Verbraucherschützer vor „Energiepreisen des Grauens“ gewarnt hatte.

Strompreise mit gegenläufiger Tendenz

Müller mahnte zu einem sparsamen Verbrauch. Gas sei „ein wertvolles Gut“. Es gelte wie seit Jahren: „Mit Gas sorgsam umzugehen, ist nicht verkehrt.“

Beim Strom verlaufe die Preisentwicklung umgekehrt, sagte der Netzagentur-Chef dem RND. „Im Strombereich haben wir sinkende Preise durch einen – auch jahreszeitlich bedingt – deutlichen Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energie.“

Keine Sorge wegen Speicherständen

Sorgen über die aktuellen Füllstände der Gasspeicher hält Müller für unbegründet. Er könne emotional verstehen, „sich Mitte Mai schon volle Speicher zu wünschen", sagte er. „Ökonomisch und auch physikalisch ist das aber nicht notwendig.“

Deutschland habe sich nach dem russischen Überfall auf die Ukraine diversifiziert, sagte Müller. Er verwies auf die vier Flüssiggasterminals an Nord- und Ostsee, die bereits im vergangenen Winter stark geholfen hätten. Gasspeicher seien weiterhin wichtig, eine Fixierung wie in den Jahren 2022 und 2023 sei jedoch nicht mehr nötig.

Die Lage im Iran mache es für die Gashändler nicht leichter, dennoch sei zuletzt Gas eingespeichert worden, sagte Müller dem RND. Die großen Speicher in Deutschland könnten binnen 30 Tagen befüllt werden. „Man muss jetzt nicht in Hektik verfallen.“

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