Die Bundesregierung plant offenbar, die Finanzhilfe für die Ukraine im nächsten Jahr deutlich erhöhen. Finanzminister Lars Klingbeil will in Abstimmung mit Verteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD) zusätzliche Unterstützung in den Haushaltsentwurf 2026 einbringen, berichtete das Handelsblatt am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise.
Dem Bericht zufolge geht es um eine Erhöhung von rund drei Milliarden Euro. Das Geld sei auch für Waffen vorgesehen, darunter Artillerie, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge und den Ersatz zweier Patriot-Systeme. „Wir werden unsere Unterstützung so lange fortsetzen, wie dies zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg erforderlich ist“, hieß es laut Handelsblatt in Regierungskreisen.
2026: Bisher 8,5 Milliarden Euro für Ukraine vorgesehen
Zwei anonyme Regierungsquellen bestätigten die Pläne gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters und gaben an, dass das Verteidigungsministerium das Thema in den abschließenden Parlamentssitzungen zum Haushalt in der nächsten Woche ansprechen werde. Dort würden gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen.
Eine Zustimmung zu den Plänen wird Reuters zufolge erwartet. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz soll das Vorhaben laut einer Quelle unterstützen. Im Haushalt 2026 waren bisher 8,5 Milliarden Euro für die Ukraine vorgesehen, unter anderem für militärische Unterstützung im Krieg gegen Russland.
Deutschland gehört zu größten europäischen Unterstützern der Militärhilfe für die Ukraine. Die Bundesregierung hat Reuters zufolge seit dem Ausbruch des Krieges im Jahr 2022 insgesamt rund 40 Milliarden Euro bereitgestellt.
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