Diätenerhöhung

Bundestag: Ab Juli gibt es fast 500 Euro mehr pro Monat

Die automatische Anpassung der Diäten beschert den Mitgliedern des Bundestags eine deutliche Lohnsteigerung. Abgeordnete wie Julia Klöckner profitieren davon doppelt.

2 Min
Die Bezüge der Abgeordneten des Bundestages steigen ab Juli voraussichtlich um fast 500 Euro.

Die Bezüge der Abgeordneten des Bundestages steigen ab Juli voraussichtlich um fast 500 Euro.

© Bernd von Jutrczenka / dpa

Die Bundestagsabgeordneten erhalten ab dem 1. Juli deutlich mehr Geld. Da die Diäten an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt sind, steigen diese automatisch um fast 500 Euro im Monat.

Grundlage dieser Berechnung ist der sogenannte Nominallohnindex.  Laut der heute veröffentlichten Zahlen der Bundestatistik stiegen die durchschnittlichen Löhne 2025 um 4,2 Prozent. Genau um diesen Wert steigen nun automatisch auch die Diäten. Die monatlichen Bezüge klettern dann von bisher 11.833,47 Euro auf rund 12.330 Euro und überschreiten dann erstmals die Marke von 12.000 Euro.

Keine gesonderte Abstimmung für die Erhöhung nötig

Eine gesonderte Abstimmung ist nicht nötig. Der Bundestag hatte die automatische Anpassung, die seit 2014 gilt, im vergangenen Jahr mit den Stimmen von Union, SPD und Grünen für die gesamte Legislaturperiode erneuert. AfD und Linke hatten dagegen gestimmt. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) muss die Erhöhung lediglich als Drucksache veröffentlichen. Dann wird sie ab Juli wirksam.

Dabei profitieren nicht wenige der 630 Abgeordneten doppelt von dieser Erhöhung. Viele bekommen eine Versorgung für ihr Mandat als Abgeordneter wie auch für weitere Funktionen. Ein Beispiel ist Klöckner selbst: Als Bundestagspräsidentin erhält sie eine zweite Diät als Amtsgehalt neben ihren Bezügen als Abgeordnete. Beide steigen im gleichen Umfang. Entsprechend bezieht sie ab Juli automatisch fast 1.000 Euro mehr. (mit dpa)

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema