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Berlin

Warum ich zum ersten Mal in meinem Leben Mitleid mit einem Ticketkontrolleur empfand

Die U-Bahnen kommen zu spät, sind zu voll. Nicht mal Kontrolleure können in Ruhe ihrem Job nachgehen. Die Armen!

3 Min
In dieser U-Bahn hätten die Kontrolleure genug Platz, aber das ist nicht immer so.

In dieser U-Bahn hätten die Kontrolleure genug Platz, aber das ist nicht immer so.

© imago

Der interessanteste Moment in den Berliner U- und S-Bahnen ist für mich, wenn plötzlich jemand sagt: „Die Fahrausweise bitte.“ Normalerweise schweigen sich alle an, starren lethargisch auf ihr Handy. Diese drei magischen Worte verändern alles.

Das große Rascheln beginnt. An der Reaktion lässt sich gut ablesen, wie Menschen so ticken. Die einen sitzen seelenruhig auf ihrem Platz, als hätten sie nichts gehört. Weil sie gelernt haben, dass man sich möglichst lange Zeit lässt, um die Kontrolle zu verzögern und so Menschen ohne Fahrausweis vor einer Strafe zu bewahren.

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