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BVG

Nach Kabelbrand: U6 fährt ab heute wieder durch – mit einer Einschränkung

Der Abschnitt zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Reinickendorfer Straße soll ab Montag wieder angefahren werden können. Die Reparaturarbeiten sind abgeschlossen, so die BVG.

Sophie Barkey Team News sba/dpa
3 Min
Eine U-Bahn der Linie U6 steht am Gleis. Ab Montag fährt die Bahn wieder durch den Abschnitt zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Reinickendorfer Straße.

Eine U-Bahn der Linie U6 steht am Gleis. Ab Montag fährt die Bahn wieder durch den Abschnitt zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Reinickendorfer Straße.

© imago stock&people

Nach einem Kabelbrand im März sind die Reparaturarbeiten an der U-Bahnlinie 6 der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fast beendet. Wie die BVG mitteilte, können die Züge nach wochenlangen Einschränkungen ab Montag, dem 15. April, wieder durchfahren. Betroffen war der Abschnitt zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Reinickendorfer Straße. 

Für abschließende Arbeiten und Prüfungen müsse allerdings für wenige Tage noch der Stopp am Bahnhof Seestraße in Fahrtrichtung Alt-Mariendorf entfallen, wie die BVG weiter mitteilt. Fahrgäste erreichen den Bahnhof, indem sie eine Station weiter und mit dem nächsten Zug in Richtung Alt-Tegel zurück zur Seestraße fahren. In Fahrtrichtung Alt-Tegel können indes am Montag bereits alle Einschränkungen aufgehoben werden. Voraussichtlich ab Freitag, 19. April 2024, sollen dann die Züge in beiden Richtungen wieder wie gewohnt fahren.

Bei dem Brand kurz vor Ostern waren zentrale Kabel der Leit- und Sicherungstechnik der U-Bahn zerstört worden. Die Arbeiten waren nach Angaben der BVG sehr aufwendig, weil hunderte Einzelverbindungen unter extrem beengten räumlichen Bedingungen ersetzt und auf korrekte und zuverlässige Funktion geprüft werden mussten.

Weitere Baustelle behindert Verkehr auf der U6 im Berliner Norden

Völlig frei von Einschränkungen können Fahrgäste der U6 dennoch auf absehbare Zeit nicht die U-Bahn nutzen. Vor kurzem wurde bekannt, dass sich die schon länger laufenden Bauarbeiten auf dem Nordabschnitt der U6 zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel verzögern. Der Abschnitt wird derzeit rundum saniert und erneuert. „Rund 2300 Meter Dammstrecke, 6500 Meter Gleise, acht Weichen, acht Brückenbauwerke und eine Vielzahl von Stromversorgungs-, Kommunikations- und Zugsicherungsanlagen werden komplett zerlegt, saniert und wieder aufgebaut“, teilte die BVG mit. „Obendrein wird auch die U-Bahnbrücke über der Seidelstraße abgerissen und neu gebaut.“ Seit Monaten ist auf dem Abschnitt deshalb ein Ersatzverkehr mit Gelenkbussen eingerichtet.

Ursprünglich sollten die Bauarbeiten im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein. Nun wird es aber deutlich länger dauern – möglicherweise bis ins Jahr 2026 hinein. Grund ist eine unerwartet alte Bausubstanz auf dem Damm, auf dem die U6 oberirdisch verläuft. „Nach den ersten Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Bahndamm und die tragenden Konstruktionen intensiver saniert werden müssen“, teilte die BVG mit. Dies habe erst im Laufe der Bauarbeiten festgestellt werden können. Die Untersuchungen laufen der BVG zufolge noch. Erst nach deren Abschluss soll im Sommer dieses Jahres feststehen, wie lange die Sperrung auf der U6 noch andauert.

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