Politik

„Ein Mensch, der lügt und Tennis spielt“: Caroline Beil wettert gegen Kai Wegner

Die Schauspielerin begrüßt den Schritt des Regierenden Bürgermeisters. „Ein Mensch der lügt und Tennis spielt“, sollte zurücktreten.

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Die Schauspielerin Caroline Beil kritisiert Kai Wegner (CDU) scharf.

Die Schauspielerin Caroline Beil kritisiert Kai Wegner (CDU) scharf.

© Gartner/imago

Die Schauspielerin Caroline Beil hat den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), scharf kritisiert. Am Freitag hatte Wegner verkündet, auf die Spitzenkandidatur zur Abgeordnetenhauswahl im kommenden September zu verzichten.

Am Rande der Emmy-Party im Berliner Schlosshotel Grunewald sagte sie TIKonline: „Ein Mensch der lügt und Tennis spielt, während irgendwie 45.000 Haushalte ohne Strom sind, der sollte auch schleunigst zurücktreten“.

Falschbehauptungen sorgten für Kritik an Wegner

Es sei „ein Wunder, dass es so lange gedauert hat“, so Beil weiter. Zu Wegner sagte sie zudem: „Solche Pfeifen braucht keiner“. Sie wünsche sich von Politikern, „dass sie Politik für Leute machen und nicht, um sich um die nächste Legislaturperiode hinauszuretten“.

Hintergrund von Wegners Rückzug waren Falschaussagen Wegners zum Krisenmanagement nach einem Anschlag auf das Berliner Stromnetz am dritten Januar, von dem zehntausende Haushalte betroffen waren.

Wegner hatte zunächst behauptet, er habe sich in seinem Büro „eingeschlossen“. Wenige Tage später wurde durch Recherchen klar, dass er am vierten Januar mit seiner Partnerin, Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), mittags Tennis spielen war.

Später sprach Wegner davon, mit dem Bundeskanzleramt telefoniert zu haben, am Vormittag hätte er jedoch telefoniert. Recherchen dieser Redaktion zeigten jedoch, dass es am Vormittag kein Telefonat mit dem Stromnetz, keinen Kontakt mit dem Bundeskanzleramt und auch nicht mit dem Bundesinnenminister gab. Erst am Nachmittag fanden Telefonate statt.

Auch die Schauspielerin Tina Ruland kritisierte am Rande der Party die deutsche Politik. Ruland warf den etablierten Parteien vor, die Bürger würden „nur noch angelogen“. Aussagen würden getroffen und anschließend zurückgenommen, ohne dass sich jemand darum kümmere. Skandale würden aus ihrer Sicht lediglich ausgesessen.

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