Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte vor einem CDU-Bundesparteitag für einen offeneren Umgang seiner Partei mit der Linkspartei geworben. „Wir machen keine gemeinsame Sache mit der AfD, weder in Personal- noch in Sachfragen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag). Aber Linke und AfD könne man nicht miteinander gleichsetzen.
Die CDU hatte auf einem Bundesparteitag 2018 beschlossen: „Die CDU Deutschlands lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab.“ Im Landtagswahlkampf 2019 hatte sich Redmanns Vorgänger, der damalige CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben, offen für ein Bündnis mit der Linken gezeigt. Das sorgte für scharfe Kritik in der Partei. Nach Verlusten bei der Landtagswahl 2019 und einem innerparteilichen Machtkampf war er damals zurückgetreten. In Brandenburg wird am 22. September ein neuer Landtag gewählt. In der jüngsten Wahlumfrage für den RBB lag die AfD vor SPD und CDU.
Redmann lobte CDU-Chef Friedrich Merz. „Ich traue Friedrich Merz die Kanzlerschaft zu“, sagte Redmann. „Merz hat es geschafft, die Bundes-CDU zu modernisieren und ihr ein stärkeres Profil zu geben.“ Über die Kanzlerkandidatur hat die Union noch nicht entschieden. Als potenzielle Anwärter gelten auch CSU-Chef Markus Söder und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst.
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