Einst galt es architektonischer Stadtmittelpunkt und Touristenmagnet, heute steht das ehemalige Sony Center in Berlin-Tiergarten in weiten Teilen leer. Nun tut sich was am Potsdamer Platz: Bis 2025 soll das Center unter neuer Führung – und neuem Namen – zum hochmodernen „Office Campus“ umgebaut werden. Was genau ist geplant?
Die wohl offensichtlichste Änderung hat sich bereits zum ersten April vollzogen. Seitdem heißt der acht Gebäude und rund 113.000 m² umfassende Komplex nicht mehr „Sony Center“, sondern „Center am Potsdamer Platz“. Grund sind laut Angaben der Eigentümer Probleme mit den Namensrechten: Am 31. März sei eine lange bestehende Kooperation mit Sony ausgelaufen. Allerdings werde das Center auch den neuen Namen nur vorübergehend – bis zur Umbenennung und Wiedereröffnung Anfang 2025 – tragen.
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Hintergrund der Umbaumaßnahmen ist ein Eigentümerwechsel im Juli 2021. Seitdem ist das norwegische Unternehmen „Norges Bank Investment Management“ mit 50 Prozent an dem Center beteiligt – Kaufpreis etwa 680 Millionen Euro. Im November desselben Jahres kündigte das Management an, umfassende Modernisierungsmaßnahmen und eine „architektonische Neuausrichtung“ an den von Helmut Jahn entworfenen Gebäuden vornehmen zu lassen. Dafür wollen die Investoren bis Ende 2024 insgesamt 200 Millionen Euro in die Hand nehmen.
Aufgrund der laufenden Baumaßnahmen mussten bereits einige Mieter weichen. Das vor allem für seine IMAX-Leinwand bekannte CineStar-Kino ist bereits ausgezogen. Auch die Rund 800 Mitarbeiter des DB-Bahntowers haben zeitweise ihre Büros geräumt.
Im Zuge der Neuausrichtung sei nicht nur eine Modernisierung der Bürogebäude geplant, wie das Center-Management mitteilte, sondern auch eine gründliche Umgestaltung der öffentlichen Grün- und Außenanlagen. Mit zahlreichen neuen Gastro- und Einzelhandelsangeboten sollen zudem auch wieder vermehrt Berliner Kultur- und Kulinarikbegeisterte angelockt werden. Ähnliche Pläne hatten bereits zur Umgestaltung der benachbarten Potsdamer Platz Arkaden geführt. Seit September letzten Jahres haben diese unter dem Namen „The Playce“ wieder geöffnet.
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