Migrantenansturm

Zombiehorde überrennt Schutzwall: So reagiert Elon Musk auf Ceuta

Der X-Eigentümer kommentiert die Grenzkrise mit einem drastischen Clip aus „World War Z“. Stunden zuvor hatte er behauptet, Spaniens Politik könne sieben Milliarden Menschen anlocken.

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Elon Musk kommentiert den Migrantenansturm in Ceuta auf X mit Szenen aus dem Film „World War Z“.

Elon Musk kommentiert den Migrantenansturm in Ceuta auf X mit Szenen aus dem Film „World War Z“.

© Patrick Pleul

Elon Musk hat auf den massenhaften Grenzübertritt nach Ceuta mit einer Szene aus dem Katastrophenfilm „World War Z“ reagiert. „Wow, die Situation in Spanien sieht verrückt aus!“, schrieb der Unternehmer am frühen Freitag auf seiner Plattform X. Darunter veröffentlichte er einen 41 Sekunden langen Filmausschnitt.

Darin stürmt eine riesige Zombiehorde auf die Schutzmauer einer befestigten Stadt zu. Die Infizierten türmen sich übereinander, bilden einen immer höheren Berg aus Körpern und gelangen so über die Mauer. Anschließend ergießen sie sich massenhaft in die Straßen, während Menschen panisch fliehen. Die bekannte Szene mit Brad Pitt entstand für den Film mithilfe Tausender digital erzeugter Zombies.

Musk beließ es jedoch nicht bei dem Hollywood-Clip. Wenig später setzte er einen zweiten Beitrag darunter. „Nur ein Scherz, das sind die echten Aufnahmen …“, schrieb er und veröffentlichte ein zwölf Sekunden langes Video von einer Grenzanlage. Darin sind Menschen zu sehen, die an einer Mauer hinaufklettern und sich über die Absperrung ziehen, während weitere Migranten nachdrängen.

Musk bezeichnete die Migranten nicht ausdrücklich als Zombies. Durch die unmittelbare Abfolge der beiden Videos legt er den Vergleich zwischen der Filmhorde und den Menschen an der Grenze jedoch noch nahe.

Musk warnte zuvor vor sieben Milliarden Migranten

Bereits mehrere Stunden vor dem Video hatte Musk behauptet, irreguläre Migration werde den gesamten spanischen Staatshaushalt zerstören. Biete Spanien Migranten kostenlose Leistungen oberhalb des Lebensstandards von 90 Prozent der Weltbevölkerung, entstehe für etwa sieben Milliarden Menschen ein Anreiz, in das Land zu ziehen. Eine Quelle für die Zahlen nannte er nicht.

Das Argument ist nicht neu. Musk hatte eine ähnliche These zuvor mehrfach auf die Vereinigten Staaten bezogen. Seine konkrete Aussage zu Spanien veröffentlichte er jedoch erst während der aktuellen Krise in Ceuta und damit noch vor der Zombie-Szene.

Regularisierung stärker nachgefragt als erwartet

Spanien hatte zu Jahresbeginn eine außerordentliche Regularisierung beschlossen, die bereits im Land lebenden Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere den Zugang zu einer Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis ermöglichen sollte. Das Verfahren stieß auf deutlich mehr Nachfrage, als die Regierung zunächst erwartet hatte. Wie El País berichtete, waren kurz vor Ablauf der Antragsfrist rund 1,3 Millionen Anträge über die zentrale Verwaltungsplattform Mercurio registriert. Bei der Ankündigung der Regelung hatte die Regierung mit etwa 500.000 Betroffenen gerechnet.

Die hohe Zahl liefert jedoch keinen Beleg für Musks Behauptung, Spanien könne sieben Milliarden Menschen anziehen. Das Verfahren richtete sich ausschließlich an Menschen, die bereits vor dem 1. Januar 2026 im Land lebten und einen mindestens fünfmonatigen Aufenthalt nachweisen konnten. Die jetzt nach Ceuta gelangten Migranten können von der Regelung nicht profitieren.

Studien zur Wahl eines Ziellandes zeigen zudem, dass nicht allein Sozialleistungen entscheidend sind. Besonders stark wirken bereits bestehende familiäre und soziale Netzwerke. Hinzu kommen Arbeitsmöglichkeiten, Sprache, Entfernung und die Bedingungen des Asylverfahrens. 

Nach einer vorläufigen Schätzung des spanischen Innenministeriums gelangten innerhalb von 24 Stunden rund 49.000 Menschen aus Marokko nach Ceuta. Spanien setzte daraufhin Soldaten und zusätzliche Polizisten ein.

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