Abgesehen von Badstubers persönlichem Ärger hatte der FC Bayern am Dienstagabend allen Grund zur Freude. 4:0 (3:0) setzte sich das Team von Trainer Pep Guardiola gegen Olympiakos Piräus durch und sicherte sich nicht nur vorzeitig den Achtelfinaleinzug, sondern auch den Gruppensieg. Im letzten Gruppenspiel bei Dinamo Zagreb im Dezember geht es für die Münchner nur noch um die Siegprämie.
Vor Badstubers Platzverweis (52.) hatten die Bayern durch Douglas Costa (8.), Robert Lewandowski (16.) und Thomas Müller (20.) bereits einen beruhigenden Vorsprung herausgeschossen. In Unterzahl erhöhte Kingsley Coman zum Endstand (70.). Das 100. Heimspiel in Europas Eliteliga hatte trotz eines kleinen Makels also standesgemäß geendet, nach den ebenfalls hohen Siegen zuvor beim 5:0 gegen Zagreb und beim 5:1 gegen den FC Arsenal.
Ohne Linksfuß
Früh hatte sich gezeigt, dass Olympiakos der Offensivwucht des FC Bayern nicht gewachsen sein würde. Die Münchner ließen den Ball zirkulieren und hebelten die Defensive der Griechen mit Diagonalpässen aus. Die Tore zur schnellen 3:0-Führung fielen weniger planvoll.
Zunächst versuchte es Jérôme Boateng aus 30 Metern. Torwart Roberto ließ den Ball prallen, Costa reagierte schnell und vollendete. Die nächsten beiden Treffer leitete Coman mit verunglückten Torschüssen ein. Zunächst traf er bei einem Distanzschuss Lewandowski, der das Glück hatte, dass der Ball vor seinen Füßen liegen blieb und er ihn nur noch einschieben musste. Als Coman Philipp Lahms Flanke volley nahm, den Ball dabei aber ungewollt im hohen Bogen zu Arjen Robben lenkte, konnte der per Kopf auf Müller in der Mitte ablegen und der Nationalspieler so ungestört wie bequem einschieben.
20 Minuten hatte es also gedauert, bis Guardiolas Elf den direkten Vergleich nach dem 3:0 im Hinspiel klar für sich entschieden hatte. Und das, obwohl den Bayern nach David Alabas und Juan Bernats Ausfällen kein Linksverteidiger und auch kein Linksfuß auf der linken Abwehrseite der Viererkette zur Verfügung stand. Es war sogar so, dass die komplette linke Hälfte der Defensivreihe neu formiert worden war. Rechtsfuß Rafinha besetzte die linke Außenposition, neben dem Brasilianer kam innen Badstuber zum Startelfdebüt. Es dauerte nur kürzer als geplant.
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