Infrastruktur

Chaos am Tempelhofer Damm: Es drohen zehn Jahre Baustelle und 200 gefällte Bäume

Am Tempelhofer Damm stehen Baustellen an. Dafür sollen knapp 200 Bäume weichen. Umweltschützer halten das für Quatsch – und werfen dem Verkehrssenat Schlamperei vor.

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Diese Bäume sollen den Bauarbeiten weichen.

Diese Bäume sollen den Bauarbeiten weichen.

© Anne Schönharting/OSTKREUZ

Ein lauter Knall dröhnt unter der Autobahnbrücke am Tempelhofer Damm. Eine Fehlzündung. Ein Autofahrer hat zu sehr aufs Gaspedal gedrückt, um doch noch gerade so über die dunkelgelbe Ampel zu kommen. Am Freitagvormittag herrscht kontrolliertes Chaos auf dem Tempelhofer Damm. Hunderte Autos wollen auf die Autobahn, fahren von der Autobahn ab, wollen nach Norden Richtung Kreuzberg oder nach Süden Richtung Mariendorf. Zusammen inszenieren sie an diesem Verkehrsknotenpunkt ein von etlichen Ampeln streng geregeltes Blech-Ballett. Auf einem Plakat an einer Laterne wird für den „Zirkus des Horrors“ geworben. Zehntausende Autos fahren hier jeden Tag lang.

Statt von einem Orchester wird die Szenerie vom Dröhnen der Autos, Lkw und Motorräder untermalt. Lediglich der Gesang einiger Vögel sticht heraus. Sie sitzen in den Kronen etlicher Bäume, die den Tempelhofer Damm flankieren und auch auf dem Mittelstreifen stehen. Einen großen Teil der Bäume soll es bald nicht mehr geben. Zumindest wenn es nach den aktuellen Plänen der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt geht.

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