Chelsea vs. Schalke 04

Knöchel, Tor, Niederlage

Hier zwei Chancen für Schalke, da eine für Chelsea. Dann leitet Timo Hildebrand das 0:3 der Schalker beim FC Chelsea ein. Dabei ist der 34-Jährige in dieser Saison bis gestern Abend in bestechender Form gewesen.

BLZ
3 Min
Mist! Timo Hildebrand hadert mit seinem Fauxpas.

Mist! Timo Hildebrand hadert mit seinem Fauxpas.

© ap/Kirsty Wigglesworth Lizenz

Timo Hildebrand hat das Spiel maßgeblich mitgestaltet. Wenngleich der Schlussmann des FC Schalke 04 seinen Auftritt mit Sicherheit anders geplant haben wird. Gemütlich plätscherte das Champions-League-Spiel seines Arbeitgebers beim FC Chelsea ganz im Sinne der deutschen Gäste vor sich hin. Hier zwei Chancen für Schalke, da eine für Chelsea.

Dann brach die 31. Minute an, Hildebrand erhielt einen Rückgabe, Chelsea orientierte sich nach hinten, Schalke nach vorn, alle warteten auf einen langen Pass. Hildebrand schaute, zögerte – und übersah den heranspurtenden Samuel Eto’o. Er schoss dem Kameruner den Ball gegen den Knöchel, von da rollte er ins Tor. 1:0 für Chelsea, und so wenig das zu diesem Zeitpunkt abzusehen war, dieser Treffer besiegelte das bis dahin gute Spiel der Schalker. Kurz nach der Pause legte Eto’o nach, damit war die Partie entschieden. Der früher für Hoffenheim stürmenden Demba Ba rundete sie ab, er traf kurz vor dem Ende zum 3:0-Endstand.

Zwei Mal knapp vorbei

Wie unnötig. Und wie unerfahren. Schalke war nach dem 0:3 im Hinspiel mit dem Mut des Underdogs angereist, und als die Gäste früh merkten, dass Chelsea Mühe hatte, ins Spiel zu finden, wagten sie sich in die gegnerische Hälfte. In der 5. Minute konterte Schalke über rechts, Verteidiger Atsuto Uchida flankte auf Julien Drachsler, der auf Höhe des Elfmeterpunktes knapp am Tor vorbeischoss. Schalke war plötzlich ergriffen, der Gedanke blühte: Hier ist mehr drin als nur ein Nullnull-Unentschieden. Forsch verlagerten sie ihre Reihen weiter nach vorn, und wieder kamen sie gefährlich vor das Tor von Petr Cech. Dieses Mal setzte Adam Szalai einen Pass von Drachsler nur Zentimeter neben den Pfosten (6.).

Und so etwas rächt sich nun mal gern, und allemal noch in der Champions League. Dass es freilich Hildebrand sein würde, der die Niederlage einleitet, damit war nicht zu rechnen. Der 34-Jährige ist in dieser Saison bis gestern Abend in bestechender Form gewesen, und er war es auch bis zur 31. Minute, zuvor hatte er einen feingezirkelten Freistoß von André Schürrle aus dem Eck gefingert (21.).

Aber so kam es, und wenn seine Vorderleute zu wenig Qualität besitzen, um einen Rückstand zu egalisieren, so war die Niederlage nur teilweise dem traurigen Torwart anzulasten. Schalke hatte dem 0:1 nicht in der 1. Halbzeit mehr etwas entgegenzusetzen, und schon gar nicht in der zweiten Halbzeit, als Chelsea in Führung liegend endlich seine Stärken ausspielen konnte.

Diese Stärken sind Konter, blitzartig vorgetragen und meist desaströs für den Gegner. Einer dieser Gegenstöße beendete die Ambitionen der Schalker, vielleicht doch noch einen Punkt zu holen. Willian passte auf Eto’o, der kühlen Herzens mit einem Flachschuss ins lange Eck vollendete (54.). Sieben Minuten vor Schluss, wieder ein Konter, nahm Demba Ba einen Pass von Frank Lampert ab. (BLZ)

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