Der ehemalige chilenische Präsident Sebastián Piñera ist am Dienstag bei einem Hubschrauber-Unglück ums Leben gekommen. „Mit großem Bedauern geben wir den Tod des ehemaligen Präsidenten der Republik Chile bekannt“, hieß es in einer Erklärung seines Büros. Wie mehrere Medien des Landes übereinstimmend berichten, geht die Polizei bisher davon aus, dass der Helikopter wegen starker Regenfälle abstürzte. Ersten Berichten zufolge war der 74-jährige Milliardär in Begleitung von drei Personen, darunter wohl eine Schwester. Alle weiteren Insassen haben nach derzeitigem Kenntnisstand überlebt.
Der private Hubschrauber Piñeras sei den Angaben zufolge in den Ranco-See in der Region Los Ríos im Süden des Landes abgestürzt. Der ehemalige Präsident besaß ein Sommerhaus am Ranco-See und war nach Angaben von Familie und Freunden in der Gegend, um bei einem Freund zu Mittag zu essen. Gegen 15 Uhr sei er in seinen Hubschrauber gestiegen, wenige Minuten später ereignete sich der Unfall.
Sebastián Piñera gelangte mit der Einührung von Kreditkarten zu Reichtum
Piñera, Mitglied der rechtsgerichteten Partei Renovación Nacional, war von 2010 bis 2014 sowie von 2018 bis 2022 Präsident des südamerikanischen Landes und für seine neoliberale Politik bekannt. Er wurde 1949 in Santiago de Chile als drittes von fünf Kindern in einer Familie aus dem Mittelstand geboren. Später promovierte er an der Harvard-Universität in Wirtschaftswissenschaften.
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Mit der Einführung von Kreditkarten in den 1980er Jahren in Chile wurde er zum Multi-Milliardär und galt als einer der reichsten Politiker der Welt. Forbes Magazine schätzt sein Vermögen auf 2,7 Milliarden US-Dollar (etwa 2,5 Milliarden Euro).
Außerdem besaß Piñera Anteile an der Fluggesellschaft Lan Airlines (heute Latam Airlines) und am privaten Fernsehsender Chilevisión. Piñera wurde immer wieder mit dubiosen Offshore-Geschäften in Verbindung gebracht, die ihn durch die Veröffentlichung der Pandora Papers in Erklärungsnot brachten.
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